Startseite AktuellesBei einem Brand in einer Bar in Bangkok starben 27 Menschen, 63 wurden verletzt. Ermittler prüfen Elektrik, Baumaterialien und Notausgänge.

Bei einem Brand in einer Bar in Bangkok starben 27 Menschen, 63 wurden verletzt. Ermittler prüfen Elektrik, Baumaterialien und Notausgänge.

von Johanna Richter
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Bei einem Brand in einer Bar in Bangkok starben 27 Menschen, 63 wurden verletzt. Ermittler prüfen Elektrik, Baumaterialien und Notausgänge.

In der thailändischen Hauptstadt werden die Umstände eines der tödlichsten Brände der vergangenen Jahre untersucht. Das Feuer erfasste die beliebte Musikbar Rong Beer Na Lat Phrao im Norden Bangkoks. Am Morgen des 13. Juli meldeten die Behörden 27 Tote und 63 Verletzte. Der Zustand von 22 Betroffenen wurde als kritisch eingestuft. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu tagesschau.

Feuer brach kurz vor Mitternacht aus

Der Brand begann kurz vor Mitternacht Ortszeit im Lokal Rong Beer Na Lat Phrao im Bezirk Chatuchak. Zum Zeitpunkt des Unglücks fand in der Bar eine Musikveranstaltung statt. Die Flammen breiteten sich schnell in den Innenräumen aus, die sich innerhalb weniger Minuten mit dichtem Rauch füllten.

Die Feuerwehr traf am Unglücksort ein und brachte den Brand nach etwa einer halben Stunde unter Kontrolle. Zu diesem Zeitpunkt war das Gebäude jedoch bereits nahezu vollständig zerstört. Auf Aufnahmen vom Einsatzort sind verkohlte Gebäudeteile, zerbrochene Fenster und ein schwer beschädigter Innenraum zu sehen.

Besucher hörten vor dem Brand eine Explosion

Die genaue Brandursache ist bislang nicht geklärt. Einer der Musiker, der sich in dem Lokal befand, berichtete, kurz vor Ausbruch des Feuers sei Rauch aus dem Bereich eines Stromverteilers aufgestiegen. Anschließend sei die Stromversorgung ausgefallen und eine heftige Explosion zu hören gewesen.

Thailands Ministerpräsident Anutin Charnvirakul erklärte, die Ermittler prüften einen möglichen Defekt an der Elektrik oder an technischen Geräten. Endgültige Ergebnisse sollen nach Abschluss der brandschutztechnischen Untersuchungen vorgelegt werden.

Viele Besucher waren im Gebäude eingeschlossen

Nach Ausbruch des Feuers versuchten die Menschen, das Lokal durch den Haupteingang zu verlassen. Wegen der Dunkelheit, des dichten Rauchs und der hohen Temperaturen war die Orientierung im Inneren jedoch äußerst schwierig. Ein Teil der Besucher flüchtete in den hinteren Bereich des Gebäudes, in dem sich die Toiletten befanden.

Nach vorläufigen Erkenntnissen gab es von diesem Teil des Lokals keinen vollwertigen Ausgang ins Freie. Viele Todesopfer wurden in der Nähe der Toiletten und in Räumen gefunden, die weit vom Haupteingang entfernt lagen. Die Ermittler prüfen, ob Notausgänge verschlossen oder durch Möbel und andere Gegenstände blockiert waren.

Behörden prüfen die Einhaltung der Brandschutzvorschriften

Bangkoks Gouverneur Chadchart Sittipunt erklärte, Fachleute würden den Gebäudegrundriss, den Zustand der Notausgänge und die Genehmigungsunterlagen des Lokals untersuchen. Besondere Aufmerksamkeit gelte den Materialien, die für die Verkleidung von Decke, Bühne und Wänden verwendet wurden.

Nach einer ersten Einschätzung könnten leicht entflammbare Dekorationselemente zur schnellen Ausbreitung des Feuers beigetragen haben. Die Polizei prüft außerdem, ob die Eigentümer oder das Personal des Lokals ihre Pflichten verletzt haben könnten.

Die Bar befand sich unweit des Chatuchak-Marktes, eines der meistbesuchten Einkaufsviertel Bangkoks. Angaben zur Staatsangehörigkeit der Todesopfer und dazu, ob sich unter den Verletzten ausländische Touristen befinden, lagen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch nicht vollständig vor.

Die Ermittlungen dauern an. Die Behörden klären, wie viele Menschen sich während des Brandes im Lokal aufhielten und ob die Brandschutzanlagen sowie die Fluchtwege ordnungsgemäß funktionierten.

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