Nach mehr als zehn Monaten Bauzeit ist die Bahnverbindung zwischen Berlin und Hamburg wieder in Betrieb. Die Wiederaufnahme des Verkehrs ist für Zehntausende Pendler entlang der 280 Kilometer langen Strecke zwischen den beiden größten Städten Deutschlands von großer Bedeutung. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu rnd.
Im Rahmen der umfassenden Modernisierung wurden zahlreiche Bahnhöfe entlang der Strecke erneuert. An vielen Standorten wurden die Bahnsteige verlängert, sodass künftig längere Züge halten und mehr Fahrgäste befördert werden können.
Auf einen Teil der digitalen Technik wird vorerst verzichtet
Trotz des Abschlusses der wichtigsten Bauarbeiten wurde das Projekt nicht vollständig umgesetzt. Auf die Installation bestimmter digitaler Steuerungssysteme wurde verzichtet. Der Infrastrukturbetreiber DB InfraGo begründet dies damit, dass die notwendige Technik derzeit noch nicht in den Zügen verfügbar sei.
Dadurch könnten auf der Strecke bereits in den kommenden Jahren weitere Bauarbeiten erforderlich werden. Die ursprünglich angekündigte mindestens fünfjährige Baupause nach Abschluss der Modernisierung gilt damit als unsicher.
Endgültige Projektkosten stehen noch nicht fest
Auch die Kostenentwicklung bleibt ein wichtiges Thema. Bereits bei der Sanierung der Riedbahn zwischen Frankfurt am Main und Mannheim waren die Ausgaben deutlich höher ausgefallen als ursprünglich geplant. Dies hatte die Aufmerksamkeit der Kontrollbehörden, darunter auch des Bundesrechnungshofes, auf sich gezogen.
Für die Modernisierung des Korridors Hamburg–Berlin war ein Budget von 2,2 Milliarden Euro vorgesehen. Die endgültigen Gesamtkosten des Projekts wurden bislang jedoch nicht veröffentlicht.
Bis 2036 sind in Deutschland rund 40 ähnliche Projekte geplant
Die Erneuerung der Strecke Berlin–Hamburg gilt als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Deutschen Bahn und diente zugleich als Modell für weitere Generalsanierungen im Schienennetz. Bis zum Jahr 2036 sollen bundesweit rund 40 vergleichbare Korridorprojekte umgesetzt werden.
Parallel laufen bereits weitere umfangreiche Bauvorhaben im deutschen Bahnnetz. So kommt es derzeit auf der Strecke Hannover–Hamburg zu Einschränkungen, bei denen auf einigen Abschnitten Ersatzbusse eingesetzt werden müssen.
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