Startseite AktuellesIn Deutschland wird Kurkumapulver von NGR wegen des verbotenen Pestizids Chlorpyrifos zurückgerufen. Der Rückruf betrifft Verbraucher in 13 Bundesländern.

In Deutschland wird Kurkumapulver von NGR wegen des verbotenen Pestizids Chlorpyrifos zurückgerufen. Der Rückruf betrifft Verbraucher in 13 Bundesländern.

von Johanna Richter
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In Deutschland wird Kurkumapulver von NGR wegen des verbotenen Pestizids Chlorpyrifos zurückgerufen. Der Rückruf betrifft Verbraucher in 13 Bundesländern.

In Deutschland ist ein dringender Rückruf für das Gewürz NGR Turmeric, Haldi Powder, Turmeric gestartet worden. Bei einer amtlichen Kontrolle wurde das verbotene Pestizid Chlorpyrifos nachgewiesen. Verbraucher werden aufgefordert, das Produkt nicht mehr zu verwenden und in die Verkaufsstelle zurückzubringen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu hna.

Welches Produkt ist betroffen?

Der Rückruf wurde eingeleitet, nachdem bei einer amtlichen Untersuchung Rückstände von Chlorpyrifos im Kurkumapulver festgestellt wurden. Der Importeur Kreyenhop & Kluge GmbH & Co. KG reagierte darauf mit einem bundesweiten Produktrückruf. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlichte die Warnung über das Portal lebensmittelwarnung.de.

Betroffen ist folgendes Produkt:

  • Produktname: NGR Turmeric, Haldi Powder, Turmeric
  • Packungsgröße: 100 Gramm
  • EAN: 4260028480079
  • Artikelnummer: 21307
  • Mindesthaltbarkeitsdatum: 31.12.2027
  • Hersteller: Gunarajan Trading Agency
  • Importeur/Vertreiber: Kreyenhop & Kluge GmbH & Co. KG

In welchen Bundesländern gilt der Rückruf?

Die Warnung wurde zunächst in Bremen veröffentlicht und anschließend auf weitere Bundesländer ausgeweitet. Insgesamt betrifft der Rückruf Verbraucher in folgenden 13 Bundesländern:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Berlin
  • Bremen
  • Hamburg
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Sachsen
  • Sachsen-Anhalt
  • Schleswig-Holstein
  • Thüringen

Das Produkt wurde über verschiedene Einzelhandelsgeschäfte vertrieben.

Warum ist Chlorpyrifos verboten?

Chlorpyrifos ist ein Insektizid, dessen Verwendung in der Europäischen Union seit 2020 verboten ist. Grundlage für das Verbot waren Bewertungen der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), wonach der Stoff genotoxische Eigenschaften besitzt und insbesondere die Entwicklung des Gehirns ungeborener Kinder beeinträchtigen kann.

Auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist darauf hin, dass für Chlorpyrifos kein gesundheitlich unbedenklicher Grenzwert festgelegt werden konnte. Deshalb wurde die Zulassung in der EU nicht verlängert. In Deutschland wurden Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff bereits im Jahr 2014 vom Markt genommen.

Was sollten Verbraucher jetzt tun?

Verbraucher sollten das betroffene Kurkumapulver nicht mehr verwenden. Das Produkt kann in der Regel bei der jeweiligen Verkaufsstelle zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird üblicherweise auch ohne Vorlage des Kassenbons erstattet.

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