Startseite Aktuelleschweres Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien: Mehr als 50 Tote, Hunderte Verletzte, zerstörte Gebäude und geschlossene Flughäfen.

chweres Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien: Mehr als 50 Tote, Hunderte Verletzte, zerstörte Gebäude und geschlossene Flughäfen.

von Johanna Richter
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chweres Erdbeben der Stärke 7,4 in Kolumbien: Mehr als 50 Tote, Hunderte Verletzte, zerstörte Gebäude und geschlossene Flughäfen.

Bei einem schweren Erdbeben der Stärke 7,4 sind in Kolumbien mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte weitere wurden verletzt. Rettungskräfte suchen weiterhin nach Menschen, die unter den Trümmern eingestürzter Gebäude eingeschlossen sein könnten. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu tagesschau.

Besonders schwere Schäden wurden im Westen des Landes gemeldet. Zu den am stärksten betroffenen Städten gehören Pereira, Quibdó, Cali und Manizales, wo Wohnhäuser und öffentliche Gebäude teilweise einstürzten.

Epizentrum des Erdbebens lag im Westen Kolumbiens

Nach Angaben des US Geological Survey erreichte das Erdbeben eine Magnitude von 7,4. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von rund 107 Kilometern.

Das Epizentrum befand sich nahe San José del Palmar in der Region Chocó, etwa 400 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogotá. Die Erschütterungen waren nicht nur in mehreren Teilen Kolumbiens, sondern auch im benachbarten Ecuador zu spüren.

Der kolumbianische geologische Dienst bezeichnete das Beben als das stärkste, das im Land innerhalb der vergangenen zehn Jahre registriert wurde.

Nach dem Hauptbeben wurden mindestens zwei Nachbeben mit Magnituden von 2,8 und 4,8 registriert.

Dutzende Gebäude in Cali eingestürzt

Besonders schwer betroffen ist Cali, die drittgrößte Stadt Kolumbiens. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurden dort Dutzende Gebäude zerstört oder erheblich beschädigt.

Der Bürgermeister von Cali, Alejandro Eder, erklärte, dass sich weiterhin Menschen unter den Trümmern befinden könnten. Rettungskräfte und Anwohner durchsuchen die zerstörten Gebäude und räumen Trümmer beiseite.

Zur Einschätzung der Schäden setzt die Stadt Drohnen ein, die die betroffenen Gebiete aus der Luft untersuchen. Die Behörden von Cali baten zudem Bogotá und Medellín um Unterstützung.

Teile einer Kathedrale in Manizales eingestürzt

Auch aus Manizales wurden erhebliche Schäden gemeldet. Dort stürzte während des Bebens der Turm einer neugotischen Kathedrale ein und fiel auf Teile des Kirchenschiffs.

Die Stadtverwaltung warnte die Bevölkerung vor möglichen weiteren Nachbeben und rief zu besonderer Vorsicht auf.

In Bogotá wurden nach dem Erdbeben mehrere Gebäude vorsorglich evakuiert. Nach ersten Angaben kam es in der Hauptstadt jedoch nicht zu größeren Schäden. An einzelnen Gebäuden wurden Risse festgestellt.

Mehrere Flughäfen in Kolumbien geschlossen

Wegen möglicher Schäden an der Infrastruktur wurde der Flugverkehr in mehreren Regionen vorübergehend eingestellt.

Betroffen sind die Flughäfen von Pereira, Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago und Buenaventura. Fachleute prüfen dort Start- und Landebahnen, Terminals sowie weitere sicherheitsrelevante Anlagen.

Krisenzentrum soll Hilfsmaßnahmen koordinieren

Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella kündigte an, persönlich in die besonders stark betroffenen Gebiete zu reisen.

In San José del Palmar soll ein gemeinsames Krisenzentrum eingerichtet werden. Es soll die Arbeit der Rettungskräfte, die Versorgung der Betroffenen, die Suche nach Verschütteten und die Erfassung der Schäden koordinieren.

Die Rettungsarbeiten in den betroffenen Regionen dauern an.

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