Die schwedische Biathletin und Olympiasiegerin Linn Gestblom hat ihre Schwangerschaft bekannt gegeben und zieht sich vorübergehend aus dem Leistungssport zurück. Die 32-Jährige erwartet im März 2027 ihr erstes Kind. Aufgrund der bevorstehenden Geburt wird sie die gesamte Biathlon-Saison 2026/27 verpassen. Die erfreuliche Nachricht teilte Gestblom am 10. Oktober auf Instagram mit. Dazu veröffentlichte sie ein Ultraschallbild und ein Foto eines Kuscheltiers.
Linn Gestblom wird im März 2027 erstmals Mutter
Die Olympiasiegerin informierte ihre Fans darüber, dass sie sich in den kommenden Monaten auf ihre neue Rolle als Mutter vorbereiten wird. Auf Instagram veröffentlichte die Schwedin ein Ultraschallbild neben einem Teddybären und sprach über die bevorstehenden Veränderungen in ihrem Privatleben.
„Diesen Winter werde ich Biathlon vom Sofa aus verfolgen“, schrieb die Sportlerin.
Gestblom verriet außerdem, wann das Kind voraussichtlich zur Welt kommen soll. Wenn alles nach Plan verlaufe, würden sie und ihr Ehemann im März kommenden Jahres Eltern werden.
Für die Biathletin und ihren Mann Christian Gestblom ist es das erste gemeinsame Kind. Das Paar heiratete im Sommer 2024. Nach der Hochzeit nahm die Sportlerin den Nachnamen ihres Mannes an. Zuvor war sie bei internationalen Wettkämpfen unter ihrem Geburtsnamen Persson gestartet.
Wann die Olympiasiegerin in den professionellen Biathlonsport zurückkehren wird, ist bislang nicht bekannt.
Schwedische Biathlon-Nationalmannschaft muss auf zwei Leistungsträgerinnen verzichten
Die Schwangerschaft von Gestblom ist bereits die zweite entsprechende Nachricht aus der schwedischen Frauen-Nationalmannschaft innerhalb weniger Monate.
Zuvor hatten die Biathletin Hanna Öberg und ihr Partner, der schwedische Biathlet Martin Ponsiluoma, ebenfalls bekannt gegeben, dass sie ihr erstes gemeinsames Kind erwarten. Auch Öberg wird deshalb in der kommenden Wettkampfsaison nicht für Schweden antreten.
Damit muss die schwedische Biathlon-Nationalmannschaft in der Saison 2026/27 gleich auf zwei erfahrene Athletinnen verzichten, die in den vergangenen Jahren wichtige Rollen in der Staffel übernommen haben.
Gestblom lief regelmäßig auf der ersten Position der schwedischen Frauenstaffel. Ihre Aufgabe bestand darin, dem Team bereits zum Auftakt eine möglichst gute Ausgangslage für die folgenden Läuferinnen zu verschaffen.
Durch den gleichzeitigen Ausfall beider Olympiasiegerinnen muss der Trainerstab die Staffelbesetzung neu organisieren. Welche Athletinnen ihre Positionen übernehmen werden, steht bislang nicht fest.
Olympiasiegerin feierte erst kürzlich ihr Comeback nach schweren Verletzungen
Die Entscheidung für eine sportliche Auszeit kommt nur wenige Monate nach Gestbloms erfolgreicher Rückkehr auf die internationale Biathlonbühne. In den vergangenen Jahren hatte die Schwedin immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen.
Besonders eine Schulterverletzung bereitete der Athletin erhebliche Schwierigkeiten und beeinträchtigte sowohl ihr Training als auch ihre Wettkampfteilnahmen. Die Rehabilitation nahm längere Zeit in Anspruch. Dennoch gelang es Gestblom, wieder an die internationale Spitze zurückzukehren.
Einer ihrer größten Erfolge nach dem Comeback war die Silbermedaille mit der schwedischen Frauenstaffel bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo.
Damit erweiterte die Schwedin ihre olympische Medaillensammlung, die bereits mehrere Erfolge bei den wichtigsten internationalen Wettbewerben umfasst.
Linn Gestblom gewann bislang drei olympische Medaillen:
- Pyeongchang 2018: Silber mit der schwedischen Frauenstaffel.
- Peking 2022: Gold mit der schwedischen Frauenstaffel.
- Mailand-Cortina 2026: Silber mit der schwedischen Frauenstaffel.
Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking startete Gestblom, damals noch unter dem Namen Persson, als erste Läuferin der schwedischen Staffel. Gemeinsam mit Mona Brorsson, Hanna Öberg und Elvira Öberg sicherte sie sich die Goldmedaille.
Welche Erfolge Linn Gestblom bei Weltmeisterschaften feierte
Neben ihren olympischen Medaillen erzielte die schwedische Biathletin auch in Einzelwettbewerben beachtliche Ergebnisse.
Bei den Biathlon-Weltmeisterschaften 2023 im deutschen Oberhof stand sie gleich zweimal auf dem Podium. Im Sprint gewann Gestblom die Bronzemedaille, während sie im Einzelrennen über 15 Kilometer Silber holte.
Darüber hinaus machte sich die Schwedin durch ihre zuverlässigen Schießleistungen und ihre Einsätze auf der Startposition in Staffelrennen einen Namen. Bereits bei der Heim-Weltmeisterschaft 2019 in Östersund zeigte sie eine fehlerfreie Schießleistung und trug damit zum Abschneiden der schwedischen Mannschaft bei.
Nun wird die Olympiasiegerin den gesamten kommenden Biathlon-Winter einschließlich der Weltcup-Rennen verpassen. Ob und wann Gestblom nach der Geburt ihres Kindes ihre sportliche Karriere fortsetzen wird, hat sie bisher offengelassen.
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