Nach dem Absturz eines Segelflugzeugs nahe der Autobahn A45 im Sauerland laufen die Ermittlungen weiter. Neue Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung zeigen, dass der Pilot keinen akuten medizinischen Notfall erlitt, der zum Kontrollverlust hätte führen können. Damit konzentrieren sich die Ermittlungen nun auf andere mögliche Ursachen wie einen technischen Defekt, Wetterbedingungen oder menschliches Versagen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu wp.
Obduktion bestätigt keinen medizinischen Notfall
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Siegen ergab die Obduktion keine Hinweise auf einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder eine andere akute Erkrankung, die den Absturz verursacht haben könnte. Die Ermittler schließen daher aus, dass der Pilot aufgrund eines plötzlichen gesundheitlichen Problems die Kontrolle über das Segelflugzeug verlor.
Die endgültige Ursache des Unglücks soll erst nach Abschluss aller technischen Untersuchungen und der Auswertung sämtlicher Beweismittel feststehen.
BFU untersucht weiterhin die Absturzstelle
Die Untersuchung wird vom Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) geführt. Bereits kurz nach dem Unfall waren Experten der Behörde vor Ort, um die Lage der Wrackteile zu dokumentieren und erste Spuren zu sichern.
Anschließend wurden die Trümmer des Segelflugzeugs zur detaillierten technischen Analyse sichergestellt. Dabei prüfen die Sachverständigen unter anderem die Steuerung, die Tragflächen, die Struktur des Flugzeugs sowie mögliche Materialschäden oder technische Defekte.
Absturz ereignete sich in unmittelbarer Nähe der A45
Der Unfall geschah bei Wenden im Kreis Olpe unweit der Autobahn A45. Das Segelflugzeug stürzte in unmittelbarer Nähe der Fahrbahn ab, traf jedoch keine Fahrzeuge. Dadurch wurde eine noch größere Katastrophe verhindert.
Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Notarzt waren innerhalb kurzer Zeit am Unfallort. Für den Piloten kam jedoch jede Hilfe zu spät – er erlag noch an der Absturzstelle seinen schweren Verletzungen.
Ermittler prüfen alle denkbaren Ursachen
Nachdem ein medizinischer Notfall ausgeschlossen wurde, richten sich die Untersuchungen auf andere mögliche Auslöser des Absturzes. Analysiert werden unter anderem der technische Zustand des Segelflugzeugs, dessen Wartungshistorie, die Wetterverhältnisse zum Unfallzeitpunkt sowie Aussagen möglicher Zeugen.
Darüber hinaus prüfen die Experten die Lufttüchtigkeitsunterlagen des Flugzeugs und die fliegerische Erfahrung des Piloten. Sollte ein technischer Defekt festgestellt werden, soll geklärt werden, ob dieser bereits vor dem Start bestand oder erst während des Fluges auftrat.
Der Abschlussbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung wird voraussichtlich erst nach Abschluss aller technischen Analysen veröffentlicht. Bis dahin nennen die Ermittlungsbehörden keine offizielle Ursache für den Absturz.
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