Startseite AktuellesBei einer Schießerei im niedersächsischen Stade wurden sechs Menschen getötet und eine Person verletzt. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, die Ermittlungen dauern an.

Bei einer Schießerei im niedersächsischen Stade wurden sechs Menschen getötet und eine Person verletzt. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, die Ermittlungen dauern an.

von Johanna Richter
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Bei einer Schießerei im niedersächsischen Stade wurden sechs Menschen getötet und eine Person verletzt. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, die Ermittlungen dauern an.

Bei einer Schießerei in der norddeutschen Stadt Stade sind am Montag sechs Menschen ums Leben gekommen, eine weitere Person wurde verletzt. Die Polizei nahm zwei Tatverdächtige fest, darunter nach bisherigen Erkenntnissen den mutmaßlichen Schützen. Nach Angaben der Ermittler besteht keine Gefahr mehr für die Bevölkerung. Die Untersuchungen zum genauen Tathergang dauern jedoch an. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu lemonde.

Polizei spricht von einer familiären Tragödie

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Vorfall um eine „familiäre Tragödie im weitesten Sinne“, erklärte ein Polizeisprecher. Zugleich betonte er, dass es sich nicht um einen Femizid oder einen vergleichbaren Fall handele. Weitere Einzelheiten zu den Beziehungen zwischen den Beteiligten wurden bislang nicht bekannt gegeben.

Die verletzte Person befindet sich nach Angaben der Polizei in stabilem Zustand. Ob sich unter den Opfern Minderjährige befinden, wurde bisher nicht mitgeteilt.

Schüsse fielen in einem Jugendzentrum

Die Tat ereignete sich in einem Jugendzentrum in Stade, rund 50 Kilometer westlich von Hamburg. Nach Eingang der Notrufe leitete die Polizei einen Großeinsatz im Bereich der Dankersstraße ein.

Nach Abschluss der ersten Maßnahmen erklärten die Behörden, dass die Lage unter Kontrolle sei und keine Gefahr mehr für die Öffentlichkeit bestehe. Gleichzeitig setzen die Ermittler ihre Arbeit fort, um den genauen Ablauf der Ereignisse zu rekonstruieren.

Spurensicherung arbeitet am Tatort

Im Zuge des Polizeieinsatzes wurden zwei Personen festgenommen, die im Verdacht stehen, an der Tat beteiligt gewesen zu sein. Einer von ihnen gilt nach bisherigen Erkenntnissen als mutmaßlicher Schütze.

Noch Stunden nach der Tat blieb das Wohngebiet weiträumig abgesperrt. Kriminaltechniker sicherten Spuren am Tatort, während zahlreiche Beweismittel dokumentiert und ausgewertet wurden.

Kindergarten und Grundschule waren nicht Ziel des Angriffs

Nach Angaben der Stadtverwaltung befinden sich in unmittelbarer Nähe des Tatorts ein Kindergarten und eine Grundschule. Beide Einrichtungen waren nach offiziellen Angaben nicht Ziel des Angriffs.

Bürgermeister Carsten Brokelmann dankte den Einsatzkräften für ihr schnelles Eingreifen und erklärte, dass alle Kinder sowie die Beschäftigten der Einrichtungen unverletzt geblieben seien.

Deutschland erlebte bereits mehrere schwere Gewalttaten

In den vergangenen Jahren kam es in Deutschland mehrfach zu tödlichen Schusswaffenangriffen. Im März 2023 erschoss ein ehemaliges Mitglied der Zeugen Jehovas in Hamburg sechs Menschen und nahm sich anschließend das Leben.

Bereits im Februar 2020 hatte ein Rechtsextremist in Hanau neun Menschen getötet. Darüber hinaus wurden in den vergangenen Jahren mehrere Anschläge mit Messern und Fahrzeugen verübt, von denen einige politisch oder extremistisch motiviert waren. Zu den Hintergründen der Schießerei in Stade machten die Ermittlungsbehörden bislang keine Angaben. Die Ermittlungen dauern an.

Lesen Sie auch: Ein 41-jähriger Mann ist beim Baden im Angermunder Baggersee in Düsseldorf ums Leben gekommen. Trotz eines Großeinsatzes der Rettungskräfte konnte er nicht gerettet werden.

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