Die Behörden der italienischen Region Venetien wollen verstärkt gegen Riesenwelse vorgehen. Ihre Zahl ist im Gardasee und in weiteren Gewässern Norditaliens deutlich gestiegen. Um den Bestand der großen Raubfische zu kontrollieren, soll ein systematischer kommerzieller Fang organisiert werden. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu stern.
Fischereibetriebe können dafür finanzielle Unterstützung von bis zu 20.000 Euro erhalten. Das Geld darf unter anderem für spezielle Netze, Kühltechnik und weitere Ausrüstung verwendet werden, die für Fang, Lagerung und Verarbeitung der Fische erforderlich ist.
Warum Welse im Gardasee zum Problem werden
Der Europäische Wels, auch Flusswels oder Riesenwels genannt, gilt in mehreren Gewässern Westeuropas als invasive Art. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet liegt vor allem in Osteuropa und in Teilen Zentralasiens.
Im Gardasee hat der Raubfisch kaum natürliche Feinde. Dadurch kann er sich stark vermehren und eine Länge von rund zwei Metern erreichen. Große Exemplare ernähren sich von heimischen Fischarten und können deren Bestände erheblich beeinträchtigen.
Die wachsende Population belastet nicht nur das Ökosystem, sondern auch die Fischereiwirtschaft. Die Welse beschädigen Fanggeräte und zerreißen Netze. Betriebe müssen ihre Ausrüstung deshalb häufiger reparieren oder vollständig ersetzen.
Der Fang soll wirtschaftlich attraktiv werden
Die Regionalregierung will nicht nur die Zahl der Raubfische reduzieren, sondern auch die Nutzung der gefangenen Tiere als Lebensmittel fördern. Der Wels soll als Speisefisch vermarktet werden. Dadurch könnten Fischereibetriebe einen Teil ihrer Kosten decken und zusätzliche Einnahmen erzielen.
Die Förderung soll dazu beitragen, die Fangmengen zu erhöhen und ein dauerhaftes System zur Kontrolle der Population aufzubauen. Im Mittelpunkt stehen Gebiete, in denen der Wels bereits heimische Arten gefährdet und wirtschaftliche Schäden in der Fischerei verursacht.
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