Nach der Eröffnung des neuen Karls Erlebnis-Dorfs in Oberhausen ist Besuchern eine ungewöhnliche Entwicklung bei Google aufgefallen: Ein Teil der Bewertungen, darunter auch kritische Stimmen, war plötzlich nicht mehr sichtbar. In sozialen Netzwerken entstand daraufhin der Verdacht, negative Rezensionen könnten gezielt entfernt worden sein. Der Betreiber weist diese Vorwürfe zurück und betont, keine kritischen Bewertungen zu löschen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu waz.
Besucher bemerken verschwundene Rezensionen
Das neue Karls Erlebnis-Dorf in Oberhausen wurde am 22. Juli 2026 eröffnet. Es ist der erste Standort der Kette in Nordrhein-Westfalen und zugleich der erste Karls-Park, der direkt in einer Großstadt entstanden ist.
Die erste Ausbaustufe umfasst rund 46.000 Quadratmeter. Die Investitionssumme liegt bei etwa 45 Millionen Euro. Zum Angebot gehören Fahrgeschäfte, Spielbereiche, Gastronomie und der für Karls typische Bauernmarkt.
Bereits wenige Wochen nach der Eröffnung sorgte jedoch nicht nur der Besucherandrang für Aufmerksamkeit. Nutzer stellten fest, dass zuvor sichtbare Google-Bewertungen offenbar nicht mehr auffindbar waren. Besonders die Frage nach verschwundenen kritischen Kommentaren wurde anschließend auch in sozialen Netzwerken diskutiert.
Karls weist Vorwürfe zurück
Karls erklärte, dass das Unternehmen negative Rezensionen nicht eigenständig lösche. Kritik und Rückmeldungen von Besuchern seien vielmehr wichtig, um Probleme zu erkennen und das Angebot weiterzuentwickeln.
Grundsätzlich können Unternehmen bei Google Bewertungen nicht beliebig selbst entfernen. Betreiber haben allerdings die Möglichkeit, Rezensionen zu melden, wenn sie ihrer Einschätzung nach gegen die Richtlinien der Plattform verstoßen. Über eine mögliche Löschung entscheidet anschließend Google.
Das Verschwinden einer Rezension bedeutet daher nicht automatisch, dass der Betreiber selbst deren Entfernung veranlasst hat.
Kritische Stimmen zu Karls sind weiterhin online
Trotz der Diskussion über Google sind kritische Bewertungen zu Karls weiterhin auf anderen Plattformen zu finden.
Besucher äußern dort unter anderem Kritik an Preisen, Gastronomie, Wartezeiten oder einzelnen organisatorischen Abläufen. Gleichzeitig gibt es auch zahlreiche positive Bewertungen zum Konzept, zu den Attraktionen und zur Gestaltung des Geländes.
Von einem vollständigen Verschwinden negativer Kritik im Internet kann daher keine Rede sein. Im Mittelpunkt der aktuellen Debatte steht vielmehr die Frage, warum bestimmte Rezensionen bei Google zeitweise oder dauerhaft nicht mehr sichtbar waren.
Schon kurz nach der Eröffnung gab es Diskussionen
Die Debatte um die Google-Bewertungen ist nicht das erste Thema, zu dem sich Karls nach dem Start in Oberhausen öffentlich erklären musste.
Zuvor hatte eine Formulierung auf der Website für Irritationen gesorgt. Dort wurden Besucher gebeten, keine eigenen Speisen und Getränke mitzubringen. Einige Gäste verstanden dies als grundsätzliches Verbot.
Karls-Inhaber Robert Dahl stellte anschließend klar, dass es keine generellen Taschenkontrollen oder ein vollständiges Verbot mitgebrachter Lebensmittel gebe. Wasser, Babynahrung sowie Lebensmittel für Menschen mit Allergien oder besonderen Bedürfnissen seien weiterhin erlaubt.
Der Betreiber begründete die Bitte mit dem Geschäftsmodell des Parks. Der Eintritt in das Erlebnis-Dorf ist grundsätzlich kostenlos. Einnahmen entstehen unter anderem über Gastronomie, Einkäufe und kostenpflichtige Attraktionen.
Nach der Kritik kündigte Karls an, die Hinweise auf der Website verständlicher zu formulieren.
Das bietet Karls Erlebnis-Dorf in Oberhausen
Der Freizeitpark befindet sich an der CentrO-Promenade in unmittelbarer Nähe zum Westfield Centro. Besucher finden dort Familienattraktionen, Spielplätze, Fahrgeschäfte, gastronomische Angebote und Verkaufsbereiche.
Das Konzept unterscheidet sich von klassischen Freizeitparks. Der Zugang zum Gelände ist kostenlos, für einzelne Attraktionen müssen Besucher jedoch bezahlen. Alternativ stehen Tages- und Jahreskarten zur Verfügung, mit denen zahlreiche Fahrgeschäfte genutzt werden können.
Der Standort in Oberhausen arbeitet zudem bargeldlos. Besucher nutzen für Zahlungen Kartenzahlung oder andere elektronische Zahlungsmethoden.
Das Interesse zum Start war groß: Nach Angaben von Karls kamen bereits am Eröffnungstag am 22. Juli rund 12.000 Besucher in das neue Erlebnis-Dorf.
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