In der italienischen Provinz Brescia dauern die Löscharbeiten nach einem größeren Waldbrand nahe dem Gardasee an. Wegen der schnellen Ausbreitung der Flammen ließen die Behörden vorsorglich mehrere Wohnhäuser, Ferienunterkünfte und eine Ferienanlage räumen. Insgesamt waren rund 200 Menschen von der Evakuierung betroffen. Später konnten die Bewohner und Urlauber zurückkehren, während die Feuerwehr ihre Einsätze im Brandgebiet fortsetzte. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu br.24.
Feuer breitete sich am Abend schnell im Wald aus
Der Brand brach am späten Freitagabend in einem bewaldeten Berggebiet der Gemeinde Tignale am Westufer des Gardasees aus. Starker Wind verschärfte die Lage und sorgte dafür, dass sich die Flammen innerhalb kurzer Zeit über die Hänge ausbreiteten.
Zahlreiche Einsatzkräfte wurden zur Brandbekämpfung in die Region geschickt. Zusätzlich setzte die Feuerwehr Löschflugzeuge und Hubschrauber ein, die Wasser über besonders gefährdeten Bereichen abwarfen.
Trotz des umfangreichen Einsatzes gelang es zunächst nicht, das Feuer vollständig unter Kontrolle zu bringen.
Rund 200 Menschen mussten Häuser und Ferienunterkünfte verlassen
Wegen der Gefahr einer weiteren Ausbreitung ordneten die Behörden vorsorglich die Evakuierung mehrerer Gebäude im Raum Tignale an.
Sowohl Anwohner als auch Urlauber mussten ihre Unterkünfte verlassen. Betroffen waren Wohnhäuser, Ferienapartments und eine Ferienanlage. Nach Angaben der italienischen Feuerwehr wurden insgesamt etwa 200 Menschen in Sicherheit gebracht.
Berichte über Tote oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Im Laufe des Samstags konnten Bewohner und Touristen in ihre Unterkünfte zurückkehren, nachdem die unmittelbare Gefahr für die Gebäude zurückgegangen war.
Trockenheit und Wind erschweren die Löscharbeiten
Die lang anhaltende Trockenheit hat die schnelle Ausbreitung des Waldbrandes zusätzlich begünstigt. In den vergangenen Wochen hatte es in der Region kaum nennenswerte Niederschläge gegeben, wodurch die Vegetation stark ausgetrocknet war.
Nach Angaben der Einsatzkräfte konzentrierten sich die Löscharbeiten vor allem darauf, einzelne Brandherde einzudämmen und Wohngebäude in der Nähe des Feuers zu schützen.
Auch die Vegetation in der Region erhöht das Brandrisiko. Rund um den Gardasee gibt es größere Nadelwaldflächen, die sich bei hohen Temperaturen und geringer Bodenfeuchtigkeit besonders schnell entzünden können.
Der starke Wind erschwert die Arbeit der Feuerwehr zusätzlich. Er kann die Richtung der Flammen innerhalb kurzer Zeit verändern und dazu führen, dass das Feuer auf weitere Waldflächen übergreift.
In der Region Tignale kam es bereits früher zu Waldbränden
Der Gardasee gehört zu den beliebtesten Urlaubsregionen Italiens. Während der Sommermonate halten sich dort zahlreiche Touristen auf, darunter auch viele Urlauber aus Deutschland.
Nach Berichten regionaler Medien hat es in der Gegend um Tignale bereits in den vergangenen Jahren größere Waldbrände gegeben.
Der Bürgermeister der Gemeinde, Daniele Bonassi, führte die schnelle Ausbreitung des aktuellen Feuers auch auf die Wetterlage zurück. Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Wochen habe die Situation deutlich verschärft und günstige Bedingungen für die Ausbreitung der Flammen geschaffen.
Die Einsatzkräfte überwachen das betroffene Gebiet weiterhin und bekämpfen verbliebene Brandherde.
Extreme Hitze hält in vielen Regionen Italiens an
Der Waldbrand am Gardasee ereignete sich während einer länger anhaltenden Hitzewelle, die seit mehreren Wochen große Teile Italiens betrifft. In einigen Regionen stiegen die Temperaturen zeitweise auf mehr als 40 Grad Celsius.
Auch in anderen Teilen des Landes wurden zuletzt Waldbrände registriert. Besonders schwere Vegetationsbrände traten in diesem Sommer zudem in Frankreich, Spanien und Griechenland auf.
In zahlreichen italienischen Großstädten gelten weiterhin erhöhte Warnstufen wegen der gesundheitlichen Belastungen durch die Hitze.
Die anhaltend hohen Temperaturen wirken sich auch auf die Wasserversorgung aus. Der Wasserstand des Po, des längsten Flusses Italiens, ist weiterhin niedrig.
Nach den bisherigen Prognosen könnte die heiße Wetterlage in Italien noch bis Mitte August anhalten.
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