Startseite AktuellesZwei Tote nach einer Sturzflut im Grand Canyon: Rund 15 Menschen werden vermisst, 62 wurden evakuiert. Brücken und Wasserleitungen sind zerstört.

Zwei Tote nach einer Sturzflut im Grand Canyon: Rund 15 Menschen werden vermisst, 62 wurden evakuiert. Brücken und Wasserleitungen sind zerstört.

von Johanna Richter
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Zwei Tote nach einer Sturzflut im Grand Canyon: Rund 15 Menschen werden vermisst, 62 wurden evakuiert. Brücken und Wasserleitungen sind zerstört.

Eine schwere Sturzflut hat den Grand Canyon im US-Bundesstaat Arizona getroffen. Bei der Naturkatastrophe kamen zwei Menschen ums Leben, rund 15 weitere gelten als vermisst. Rettungskräfte evakuierten bislang 62 Touristen und Anwohner. Die Suche wird mit Unterstützung von Hubschraubern fortgesetzt. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Віld.

Wassermassen zerstören Brücken und Wasserleitung

Die Sturzflut setzte am Samstagnachmittag im Gebiet der Phantom Ranch ein. Die Wassermassen rissen große Felsbrocken, Metallteile, Äste und weitere Trümmer mit sich in Richtung Colorado River.

Das Gelände rund um die Ranch wurde verwüstet und mit einer dicken Schlammschicht bedeckt. Beschädigt wurde auch die einzige Wasserleitung, die touristische Einrichtungen und Wohngebäude im Nationalpark mit Trinkwasser versorgt.

Fast alle Fußgängerbrücken über den Bright Angel Creek wurden zerstört. Zudem beschädigte das Wasser mehrere Wanderwege und machte einzelne Bereiche des Canyons unzugänglich.

Zahl der Vermissten wird weiter überprüft

Bei dem ersten bestätigten Todesopfer handelt es sich um einen 46 Jahre alten Mann. Am Montag entdeckten die Einsatzkräfte eine weitere Leiche. Die Identität der Verstorbenen wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Zunächst galten mehr als 20 Menschen als vermisst. Nach der Überprüfung von Besucherlisten und Rückmeldungen von Angehörigen sank die Zahl auf etwa 15.

An der Suchaktion beteiligen sich Rettungsteams am Boden sowie mehrere Hubschrauber. Beschädigte Wege, Schlamm, Trümmer und die Gefahr weiterer Überflutungen erschweren den Einsatz.

62 Menschen aus dem Grand Canyon evakuiert

Aus den gefährdeten Gebieten wurden bislang 62 Menschen in Sicherheit gebracht. Weitere Evakuierungen sind geplant, da sich noch Besucher in schwer erreichbaren Bereichen befinden.

Der Bright Angel Campground und die Phantom Ranch bleiben vorerst geschlossen. Auch Rafting-Touren auf dem Colorado River wurden ausgesetzt. Übernachtungen in Hotels und anderen Unterkünften innerhalb des Nationalparks sind derzeit nicht erlaubt.

Die Überschwemmung ereignete sich im nördlichen Teil des Grand Canyon. Dort fließt der Bright Angel Creek vom North Rim zum Colorado River und überwindet dabei einen Höhenunterschied von rund 1.828 Metern.

Gefahr weiterer Sturzfluten bleibt bestehen

Für das betroffene Gebiet werden weitere Regenfälle und Gewitter erwartet. Aufgrund der aufgeweichten Böden besteht weiterhin die Gefahr neuer Sturzfluten und Steinschläge.

Besucher werden aufgefordert, gesperrte Wanderwege nicht zu betreten und die Warnungen der Behörden zu beachten. Wann die betroffenen touristischen Einrichtungen und Routen wieder geöffnet werden können, ist noch unklar.

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