Startseite AktuellesAb dem 1. Juli gelten in Deutschland neue Verkehrsregeln: Bußgelder bis 30.000 Euro, längere Fristen für Verstöße und digitale Führerscheine.

Ab dem 1. Juli gelten in Deutschland neue Verkehrsregeln: Bußgelder bis 30.000 Euro, längere Fristen für Verstöße und digitale Führerscheine.

von Johanna Richter
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Ab dem 1. Juli gelten in Deutschland neue Verkehrsregeln: Bußgelder bis 30.000 Euro, längere Fristen für Verstöße und digitale Führerscheine.

Ab dem 1. Juli 2026 tritt eine überarbeitete Fassung des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) in Kraft. Die Änderungen betreffen Autofahrer und Führerscheininhaber in mehreren Bereichen – von der Ahndung von Verkehrsverstößen über die Parkraumüberwachung bis hin zur Digitalisierung von Führerscheinen. Darüber informiert der ADAC. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Нandelsblatt.

Bußgelder von bis zu 30.000 Euro für den Handel mit Punkten

Eine der wichtigsten Neuerungen richtet sich gegen die Praxis des sogenannten Punktehandels. Dabei übernehmen Dritte gegen Bezahlung die Verantwortung für Verkehrsverstöße, damit die tatsächlichen Fahrer keine Punkte oder Sanktionen erhalten.

Künftig können Geldbußen von bis zu 30.000 Euro verhängt werden, wenn Behörden durch falsche Angaben über die verantwortliche Person getäuscht werden. Auch die Vermittlung oder das Anbieten solcher Dienstleistungen wird sanktioniert. Der Gesetzgeber will damit entsprechende Geschäftsmodelle unterbinden.

Scanner-Fahrzeuge sollen Parkverstöße automatisch erfassen

Die Gesetzesänderung schafft zudem die rechtliche Grundlage für den Einsatz sogenannter Scanner-Fahrzeuge. Diese sind mit Kameras ausgestattet und können Verstöße gegen Parkvorschriften automatisch erfassen und dokumentieren.

Die Technologie soll Kommunen dabei helfen, die Überwachung des ruhenden Verkehrs effizienter zu gestalten und den Personalaufwand zu reduzieren.

Verjährungsfrist für Verkehrsverstöße wird verdoppelt

Eine weitere Änderung betrifft die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr. Die bisherige Verjährungsfrist von drei Monaten wird auf sechs Monate verlängert.

Dadurch erhalten die zuständigen Behörden deutlich mehr Zeit, Bußgeldverfahren zu bearbeiten. Für Autofahrer bedeutet dies, dass Bußgeldbescheide wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen oder anderer Verstöße künftig auch viele Monate nach dem Vorfall zugestellt werden können.

Deutschland bereitet die Einführung digitaler Führerscheine vor

Mit der Reform wird außerdem die Grundlage für die Einführung eines digitalen Führerscheins geschaffen. Der bisherige Kartenführerschein bleibt weiterhin gültig und kann wie gewohnt genutzt werden.

Künftig soll es jedoch möglich sein, die Fahrerlaubnis zusätzlich über eine Smartphone-App nachzuweisen. Bevor das System eingeführt werden kann, müssen in den kommenden Monaten noch die technischen Voraussetzungen und die notwendige digitale Infrastruktur geschaffen werden.

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