Ukrainische Streitkräfte haben mit Drohnen eine Serie von Angriffen auf russische Schiffe im Asowschen Meer verübt. Die Schiffe sollen für den Transport von Treibstoff und anderen Gütern auf die besetzte Krim eingesetzt worden sein. Nach ukrainischen Angaben wurden allein in der Nacht zum 9. Juli 14 Schiffe getroffen, darunter zwölf Tanker, ein Frachtschiff und ein Schlepper. Insgesamt seien binnen vier Tagen 35 russische Schiffe beschädigt worden, die an der logistischen Versorgung der Halbinsel beteiligt waren. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu t-online.
Die Ukraine meldet groß angelegte Angriffe auf russische Schiffe
Nach Angaben des ukrainischen Militärs zielte die Operation darauf ab, russische Versorgungsrouten zur Krim zu unterbrechen. Bei den Angriffen wurden Kampfdrohnen eingesetzt, die Decks und Treibstofftanks der Schiffe trafen.
Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, Robert Browdi, bekannt als „Magyar“, erklärte, unter den beschädigten Schiffen seien die Tanker Chelsea-6, Aura und Sonar-1. Diese Schiffe seien nach ukrainischer Darstellung für den Transport von Ölprodukten genutzt worden. Ein Teil davon stehe unter internationalen Sanktionen.
Ein Teil der Schiffe transportierte Treibstoff über das Asowsche Meer
Nach Einschätzung von Fachbeobachtern handelt es sich bei vielen der angegriffenen Tanker um Binnenschiffe. Sie transportierten Schweröl, Diesel und andere Raffinerieprodukte aus russischen Raffinerien über den Wolga-Don-Kanal nach Rostow am Don und Taganrog. Von dort wurde der Treibstoff auf größere Tanker umgeladen.
Der Marineexperte Sven-Erik Volberg weist jedoch darauf hin, dass diese Schiffe nicht zum sogenannten russischen „Schattenflotte“ gehören. Nach seiner Einschätzung verfügte Russland vor der aktuellen Angriffswelle im Süden des Landes über rund 120 solcher Binnentanker. Die gesamte russische Binnenflotte dieser Art umfasse etwa 250 bis 350 Schiffe.
Auf der besetzten Krim gibt es Berichte über Engpässe bei Strom und Treibstoff
Nach den jüngsten Angriffen hat sich die Versorgungslage auf der besetzten Krim weiter verschärft. Berichtet wird über Stromausfälle und Kraftstoffmangel in mehreren Regionen der Halbinsel, darunter Dschankoj, Krasnoperekopsk und Simferopol.
Vor diesem Hintergrund wies Russlands Präsident Wladimir Putin die Regierung an, Unterstützungsmaßnahmen für die Bewohner der besetzten Krim vorzubereiten. Nach Angaben russischer Staatsmedien geht es um Subventionen, die steigende Kraftstoffpreise ausgleichen sollen.
Putin erklärte demnach, die Bewohner der Halbinsel sollten durch die angespannte Versorgungslage keine zusätzlichen finanziellen Belastungen tragen.
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