SEO-Unterzeile: Der britische Schauspieler Tim Curry ist im Alter von 80 Jahren in seinem Haus in Los Angeles gestorben. Die Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu cnn.
Der britische Schauspieler und Sänger Tim Curry, bekannt aus „The Rocky Horror Picture Show“, „Clue – Alle Mörder sind schon da“ und der Stephen-King-Verfilmung „Es“, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Sein Tod wurde von seiner langjährigen Managerin und engen Freundin Marcia Hurwitz sowie von mehreren US-Medien bestätigt.
Curry starb am Abend des 25. August in seinem Haus im Los-Angeles-Stadtteil Toluca Lake. Nach Angaben seiner Vertreter schlief der Schauspieler friedlich ein. Eine offizielle Todesursache wurde zunächst nicht genannt. Auch Associated Press und Reuters bestätigten seinen Tod.
Was über den Tod von Tim Curry bekannt ist
Die Polizei von Los Angeles erhielt am späten Dienstagabend eine Meldung über den Tod eines etwa 80-jährigen Mannes. Zuvor waren Rettungskräfte zu derselben Adresse gerufen worden, um einen erwachsenen Mann medizinisch zu versorgen. Vor Ort konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.
Die Behörden machten keine Angaben zu Hinweisen auf ein Fremdverschulden. Auch die Vertreter des Schauspielers teilten nicht mit, ob sein Tod mit den Folgen des schweren Schlaganfalls zusammenhing, den Curry 2012 erlitten hatte.
Nach dem Schlaganfall konnte der Schauspieler nicht mehr selbstständig gehen und war auf einen Rollstuhl angewiesen. Trotz der gesundheitlichen Einschränkungen blieb er als Synchronsprecher tätig, beteiligte sich an kreativen Projekten und trat gelegentlich bei öffentlichen Veranstaltungen auf.
Marcia Hurwitz erklärte, Curry sei abseits der Bühne für seine Neugier, seine Freundlichkeit und seinen großzügigen Umgang mit anderen Menschen bekannt gewesen. Diese Eigenschaften seien denjenigen besonders in Erinnerung geblieben, die ihn persönlich kannten.
Die Rolle, die Tim Curry zur Kultfigur machte
International bekannt wurde Curry durch seine Darstellung des Dr. Frank-N-Furter. Er spielte die Figur erstmals 1973 in der Londoner Theaterproduktion von „The Rocky Horror Show“ und übernahm die Rolle anschließend auch in der 1975 veröffentlichten Verfilmung.
Der Film verband Rockmusical, Science-Fiction-Parodie und Elemente klassischer Horrorfilme. Bei seinem Kinostart blieb der kommerzielle Erfolg zunächst begrenzt. Erst durch regelmäßige Mitternachtsvorstellungen entwickelte sich die Produktion zu einem weltweiten Kultphänomen.
Die Zuschauer kamen in den Kostümen der Figuren zu den Vorführungen, riefen Antworten auf die Dialoge, sangen die Lieder mit und spielten einzelne Szenen vor der Leinwand nach. Diese interaktiven Aufführungen werden in zahlreichen Städten bis heute fortgesetzt.
Die Rolle des Frank-N-Furter machte Curry unverwechselbar, erschwerte ihm aber zugleich die Abgrenzung von dieser Figur. In den ersten Jahrzehnten nach der Veröffentlichung sprach er nur selten über den Film und beteiligte sich kaum an Veranstaltungen für die Fangemeinde.
Später ging Curry offener mit der anhaltenden Popularität des Musicals um. Im Jahr 2025 besuchte er überraschend eine Jubiläumsvorführung in Los Angeles, die an den 50. Jahrestag der Kinopremiere erinnerte.
Pennywise, Butler Wadsworth und weitere bekannte Rollen
Curry wurde häufig als Bösewicht, exzentrischer Aristokrat oder zwielichtige Figur besetzt. Zu seinen bekanntesten Rollen gehörte der dämonische Clown Pennywise in der 1990 veröffentlichten Fernsehfassung von Stephen Kings Roman „Es“.
Eine weitere Kultrolle übernahm er 1985 als Butler Wadsworth in der Kriminalkomödie „Clue – Alle Mörder sind schon da“. Außerdem spielte Curry den Herrn der Finsternis in Ridley Scotts Fantasyfilm „Legende“, Rooster Hannigan im Musicalfilm „Annie“, Kardinal Richelieu in „Die drei Musketiere“ und einen misstrauischen Hotelangestellten in „Kevin – Allein in New York“.
Der Schauspieler erklärte mehrfach, dass er Bösewichte oft interessanter als klassische Helden fand. Negative Figuren seien meist komplexer geschrieben und böten durch ihre Dialoge und Charakterzüge mehr Möglichkeiten für die schauspielerische Gestaltung.
Nach Bekanntwerden seines Todes würdigte Carol Burnett, Currys Kollegin aus „Annie“, ihn als engen Freund und außergewöhnlichen Darsteller charmanter Bösewichte. Auch Mitglieder des Ensembles von „Clue“ sowie Darsteller aktueller Produktionen der „Rocky Horror Show“ erinnerten an ihn.
Theaterkarriere und drei Tony-Nominierungen
Timothy James Curry wurde am 19. April 1946 in der englischen Grafschaft Cheshire geboren. Sein Vater war Kaplan bei der Royal Navy, seine Mutter arbeitete als Schulsekretärin. Curry studierte Schauspiel und Englisch an der University of Birmingham.
Seine professionelle Karriere begann 1968 mit einem Engagement in der Londoner Produktion des Musicals „Hair“. Später stand er unter anderem in „Travesties“, „Amadeus“, „My Favorite Year“ und „A Christmas Carol“ auf der Bühne.
Im Jahr 2005 spielte Curry König Artus im Broadway-Musical „Monty Python’s Spamalot“. Die Produktion erhielt 14 Nominierungen für den Tony Award und wurde als bestes Musical ausgezeichnet. Curry selbst war als bester Hauptdarsteller in einem Musical nominiert.
Insgesamt erhielt er im Verlauf seiner Theaterkarriere drei Tony-Nominierungen: für seine Rollen in „Amadeus“, „My Favorite Year“ und „Spamalot“. Neben seiner Arbeit als Schauspieler war Curry auch als Musiker aktiv und veröffentlichte drei Soloalben.
Synchronrollen und weitere Arbeit nach dem Schlaganfall
Einen bedeutenden Teil von Currys Karriere machte die Arbeit als Sprecher aus. Seine markante Stimme war unter anderem in den Animationsserien „Expedition der Stachelbeeren“, „Star Wars: The Clone Wars“, „Aaahh!!! Monster“ und „Jimmy Neutron“ zu hören.
Curry nahm außerdem Hörbuchfassungen der Buchreihe „Eine Reihe betrüblicher Ereignisse“ von Lemony Snicket auf. Dafür erhielt er eine Grammy-Nominierung. Für die Synchronisation von Captain Hook in „Peter Pan und die Piraten“ wurde er mit einem Daytime Emmy ausgezeichnet.
Nach seinem Schlaganfall im Jahr 2012 reduzierte Curry seine Auftritte vor der Kamera deutlich, beendete seine Karriere jedoch nicht. Er arbeitete weiterhin als Sprecher, nahm an Fantreffen teil und besuchte Veranstaltungen, die seinen Filmen gewidmet waren.
Im Jahr 2024 übernahm Curry eine Rolle in dem Horrorfilm „Stream“, in dem er eine Figur im Rollstuhl verkörperte. 2025 veröffentlichte er unter dem Titel „Vagabond“ seine Memoiren über seine Kindheit, seine Theaterarbeit und seine jahrzehntelange Karriere in der Filmbranche.
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