Startseite AktuellesDolly Parton ist am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren in Nashville gestorben. Was über ihren Tod und die Karriere der Country-Legende bekannt ist.

Dolly Parton ist am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren in Nashville gestorben. Was über ihren Tod und die Karriere der Country-Legende bekannt ist.

von Johanna Richter
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Dolly Parton ist am 25. August 2026 im Alter von 80 Jahren in Nashville gestorben. Was über ihren Tod und die Karriere der Country-Legende bekannt ist.

Die US-amerikanische Sängerin, Songwriterin und Schauspielerin Dolly Parton ist am 25. August 2026 in Nashville gestorben. Eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Country-Musik wurde 80 Jahre alt. Ihre Familie bestätigte den Tod der Musikerin. Eine Todesursache wurde bislang nicht bekannt gegeben. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu variety.

Auch auf Partons offiziellem Instagram-Account wurde ihr Tod bekannt gegeben. Ihr Neffe Brian Seaver übermittelte die Erklärung im Namen der Familie.

Die Angehörigen betonten, Parton hinterlasse nicht nur ein außergewöhnliches musikalisches Erbe, sondern auch eine jahrzehntelange Geschichte sozialen Engagements. In ihrer rund sieben Jahrzehnte dauernden Karriere wurde sie zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der amerikanischen Popkultur.

Dolly Parton hatte zuletzt gesundheitliche Probleme

In den Jahren 2025 und 2026 musste die Sängerin mehrfach öffentliche Auftritte absagen oder verschieben.

Im Herbst 2025 gab Parton bekannt, dass sie eine geplante Konzertreihe im Caesars Palace in Las Vegas nicht wie vorgesehen absolvieren könne. Damals erklärte sie, ihre Ärzte hätten ihr zu mehreren medizinischen Eingriffen geraten.

Die Shows sollten zunächst auf September 2026 verschoben werden. Im Mai sagte Parton die Konzertreihe jedoch endgültig ab. Sie erklärte, die Behandlung zeige Wirkung, ermögliche ihr aber noch keine vollständige Rückkehr auf die Bühne.

Mitte August konnte die Musikerin außerdem nicht an einer Veranstaltung im Dollywood teilnehmen. Als Gründe nannte sie Dehydrierung und Schwindel. Ihr Arzt habe ihr von der Reise abgeraten.

Trotz ihrer gesundheitlichen Probleme blieb Parton an kreativen Projekten beteiligt. Dazu gehörten unter anderem ein autobiografisches Musical über ihr Leben sowie das Konzertprojekt „Dolly Parton’s Threads: My Songs in Symphony“.

Von einer armen Familie in Tennessee zum Weltstar

Dolly Rebecca Parton wurde am 19. Januar 1946 im US-Bundesstaat Tennessee geboren. Sie war das vierte von zwölf Kindern.

Schon als Kind begann sie zu singen und trat in der Kirche auf. Im Alter von 13 Jahren veröffentlichte Parton ihre erste Single „Puppy Love“. Noch als Jugendliche stand sie auf der Bühne der Grand Ole Opry.

Nach ihrem Schulabschluss zog sie 1964 nach Nashville. Dort arbeitete sie zunächst vor allem als Songwriterin und schrieb Stücke für andere Künstlerinnen, bevor sie ihre eigene Karriere als Sängerin vorantrieb.

Der entscheidende Durchbruch folgte 1967, als Parton zur Fernsehsendung des Country-Stars Porter Wagoner stieß und dessen feste Duettpartnerin wurde.

Die Zusammenarbeit brachte zahlreiche erfolgreiche Aufnahmen hervor. Anfang der 1970er-Jahre konzentrierte sich Parton jedoch zunehmend auf ihre Solokarriere.

„Jolene“ und „I Will Always Love You“ wurden Welthits

Noch vor dem endgültigen Abschied von Porter Wagoner veröffentlichte Parton mehrere erfolgreiche Songs, darunter „Joshua“, „Coat of Many Colors“ und „My Tennessee Mountain Home“.

1973 erschien mit „Jolene“ einer ihrer bekanntesten Titel.

Ein Jahr später veröffentlichte sie „I Will Always Love You“. Das Lied schrieb sie als musikalischen Abschied von Wagoner. Partons eigene Version erreichte sowohl 1974 als auch 1982 Platz eins der US-Country-Charts.

Eine neue Erfolgsgeschichte begann 1992, als Whitney Houston den Song für den Film „Bodyguard“ neu aufnahm. Houstons Version wurde zu einem weltweiten Hit und stand 14 Wochen lang an der Spitze der US-Popcharts.

Parton behielt die Rechte an dem Lied. Zuvor hatte sie auch ein Angebot von Elvis Presley abgelehnt, den Song aufzunehmen, weil dafür ein Teil der Verlagsrechte hätte abgegeben werden müssen.

Parton war auch außerhalb der Country-Musik erfolgreich

Ende der 1970er-Jahre begann Parton zunehmend, die Grenzen des klassischen Country-Genres zu überschreiten.

Der Song „Here You Come Again“ erreichte 1977 Platz drei der US-Popcharts und brachte ihr ihren ersten Grammy ein.

Ein weiterer Meilenstein war „9 to 5“, das Titellied zum gleichnamigen Film aus dem Jahr 1980. Parton spielte darin an der Seite von Jane Fonda und Lily Tomlin. Der Song wurde ein großer Erfolg und brachte ihr unter anderem eine Oscar-Nominierung ein.

Weitere bekannte Filmrollen hatte sie in „The Best Little Whorehouse in Texas“, „Rhinestone“ und „Steel Magnolias“.

Auch das Duett „Islands in the Stream“ mit Kenny Rogers wurde zu einem ihrer größten Erfolge. Der von den Bee Gees geschriebene Song gilt bis heute als einer der bekanntesten Pop-Country-Hits der 1980er-Jahre.

Mehr als 20 Nummer-eins-Hits in den Country-Charts

Im Laufe ihrer Karriere veröffentlichte Parton zahlreiche erfolgreiche Alben und Singles. 25 ihrer Songs erreichten Platz eins der US-Country-Charts.

Bemerkenswert war vor allem, dass sie einen großen Teil ihres Repertoires selbst schrieb – zu einer Zeit, in der dies für weibliche Stars der kommerziellen Country-Musik keineswegs selbstverständlich war.

Ende der 1980er-Jahre nahm sie gemeinsam mit Linda Ronstadt und Emmylou Harris das Album „Trio“ auf. Es erreichte Platz eins der Country-Albumcharts und wurde mit einem Grammy ausgezeichnet.

Um die Jahrtausendwende sorgte Parton mit den Bluegrass-Alben „The Grass Is Blue“, „Little Sparrow“ und „Halos & Horns“ erneut für große Aufmerksamkeit.

2023 veröffentlichte sie das Rockalbum „Rockstar“ mit zahlreichen prominenten Gastmusikern. Das Projekt entstand nach ihrer Aufnahme in die Rock and Roll Hall of Fame im Jahr 2022. Zunächst hatte Parton die Ehrung ablehnen wollen, weil sie sich selbst nicht als Rockmusikerin betrachtete.

Dollywood und Dolly Partons soziales Engagement

Partons Name war längst nicht mehr nur mit Musik verbunden. In Tennessee befindet sich der Freizeitpark Dollywood, der unweit der Region liegt, in der sie aufwuchs.

Einen wichtigen Teil ihres öffentlichen Wirkens nahm zudem die Wohltätigkeitsarbeit ein.

Die von ihr unterstützte Dollywood Foundation engagierte sich vor allem im Bildungsbereich. Zu ihren bekanntesten Projekten gehört die „Imagination Library“, über die Kinder kostenlos Bücher erhalten.

Parton unterstützte außerdem zahlreiche medizinische, soziale und gemeinnützige Initiativen.

Für ihre kulturellen Leistungen erhielt sie im Laufe ihrer Karriere zahlreiche Auszeichnungen. Sie wurde unter anderem in die Country Music Hall of Fame, die Nashville Songwriters Hall of Fame, die Songwriters Hall of Fame und die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Zudem wurde sie mit mehreren Grammy Awards, der National Medal of Arts und einer Ehrung des Kennedy Centers ausgezeichnet.

Ihr Ehemann Carl Dean, mit dem sie fast sechs Jahrzehnte verheiratet war, starb 2025.

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