In einem Brautmodengeschäft im baden-württembergischen Tauberbischofsheim haben Unbekannte fast zwei Dutzend Kleider mutwillig beschädigt. Nach einer ersten Einschätzung der Geschäftsinhaberin beläuft sich der entstandene Schaden auf etwa 11.000 Euro. Die Polizei ermittelt wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu t-online.
Der Vorfall ereignete sich am 21. Juli im Geschäft Brautmoden Rose. Zunächst berichteten die „Fränkischen Nachrichten“ darüber, später griff auch der SWR den Fall auf.
Von rund 60 Kleidern wurden 19 beschädigt
Das Geschäft wird von Yvonne Schunder geführt. Sie eröffnete diese Filiale vor etwa sechs Monaten als zweiten Standort. Ihr ursprüngliches Brautmodengeschäft besteht bereits seit 33 Jahren.
Die Verkaufsfläche teilt sich das Geschäft mit einer Paketabholstation. Nach Angaben der Inhaberin herrscht dort vor allem am Nachmittag reger Kundenverkehr. Deshalb könne der Bereich mit den ausgestellten Brautkleidern nicht dauerhaft überwacht werden.
Entdeckt wurden die Schäden gegen 17 Uhr. Kunden bemerkten mehrere zerrissene Kleider und informierten das Personal. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass 19 der insgesamt etwa 60 ausgestellten Brautkleider beschädigt worden waren.
Schunder erstattete umgehend Anzeige. Die Polizei wertet den Vorfall als vorsätzliche Sachbeschädigung. Hinweise auf mögliche Täter oder ein Motiv wurden bislang nicht bekannt.
Schaden in Höhe von mehreren Tausend Euro
Nach Angaben der Inhaberin liegt der Wert der beschädigten Kleider bei rund 11.000 Euro. Einige Modelle wurden offenbar so stark zerrissen, dass eine Reparatur nicht mehr möglich ist.
Schunder zeigte sich von der Tat erschüttert. Besonders unverständlich sei für sie, dass gezielt Brautkleider zerstört wurden, die für viele Kundinnen eine große emotionale Bedeutung hätten.
„Ich kann nicht verstehen, wie jemand so grausam und gewissenlos handeln kann, gerade bei Brautkleidern. Ich sehe jeden Tag, wie viel Freude ein solches Kleid einer Braut bereitet. Meiner Meinung nach haben solche Menschen kein Herz“, sagte die Geschäftsinhaberin.
Empörung in den sozialen Netzwerken
Nach der Anzeige veröffentlichte Schunder Informationen über den Vorfall in den sozialen Medien. Der Beitrag löste zahlreiche Reaktionen aus.
Viele Nutzer bezeichneten die Tat als herzlos und völlig unverständlich. Andere äußerten die Hoffnung, dass die Polizei die Verantwortlichen schnell ermittelt und zur Rechenschaft zieht.
Nach Angaben der Inhaberin erhielt sie nach dem Vorfall viel Unterstützung von Kunden und Einwohnern der Stadt. Ob es Zeugen gibt, die die Beschädigung der Kleider beobachtet haben könnten, wurde bislang nicht mitgeteilt.
Geschäft installiert Überwachungskameras
Als Reaktion auf den Vandalismus wurden die Sicherheitsmaßnahmen im Geschäft verschärft. Schunder ließ Überwachungskameras installieren, mit denen nun sowohl der Verkaufsraum als auch der Bereich mit den Brautkleidern kontrolliert wird.
Das Geschäft bleibt weiterhin geöffnet. Anproben sind wie bisher ausschließlich nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.
Die Polizei in Tauberbischofsheim setzt ihre Ermittlungen fort und prüft die genauen Umstände der Tat.
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