Startseite PolitikGiorgia Meloni hat Aussagen von Donald Trump zurückgewiesen, wonach sie bei dem G7-Gipfel um ein gemeinsames Foto gebeten habe. Der Streit verschärft die Spannungen zwischen beiden Politikern.

Giorgia Meloni hat Aussagen von Donald Trump zurückgewiesen, wonach sie bei dem G7-Gipfel um ein gemeinsames Foto gebeten habe. Der Streit verschärft die Spannungen zwischen beiden Politikern.

von Johanna Richter
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Giorgia Meloni hat Aussagen von Donald Trump zurückgewiesen, wonach sie bei dem G7-Gipfel um ein gemeinsames Foto gebeten habe. Der Streit verschärft die Spannungen zwischen beiden Politikern.

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat öffentlich auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump reagiert, der behauptet hatte, sie habe ihn beim G7-Gipfel in Frankreich um ein gemeinsames Foto gebeten. Die Reaktion der Regierungschefin markiert einen weiteren Höhepunkt der wachsenden Spannungen zwischen zwei Politikern, die lange als enge Verbündete auf internationaler Ebene galten. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu nytimes.

Meloni bezeichnet Trumps Aussagen als erfunden

Während eines Gesprächs mit Journalisten erklärte Trump, Meloni habe „unbedingt ein Foto“ mit ihm machen wollen. Nach seinen Worten habe er dem Wunsch nur zugestimmt, weil er Mitleid mit der italienischen Regierungschefin gehabt habe.

Meloni widersprach diesen Darstellungen in einer Videobotschaft in den sozialen Medien entschieden. Sie bezeichnete die Aussagen des US-Präsidenten als „vollständig erfunden“ und betonte, dass weder sie noch Italien jemals um eine solche Aufmerksamkeit bitten würden.

Zugleich zeigte sie sich irritiert über den Umgang des amerikanischen Präsidenten mit engen Verbündeten. Es sei bemerkenswert, dass er gegenüber Partnern des Westens deutlich schärfer auftrete als gegenüber deren Gegnern, erklärte die Ministerpräsidentin.

Spannungen hatten sich bereits seit Wochen aufgebaut

Nach Berichten italienischer und amerikanischer Medien waren die Meinungsverschiedenheiten zwischen Trump und Meloni bereits in den vergangenen Wochen deutlicher geworden. Mehrere internationale Themen sorgten für Differenzen zwischen den beiden Politikern.

Zu den Streitpunkten gehörte unter anderem die Haltung Italiens zum Konflikt mit dem Iran. Zudem hatte Meloni zuvor Kritik an Trumps Äußerungen über Papst Leo XIV. geübt. Trotz dieser Differenzen betonte sie wiederholt, dass Italien und die Vereinigten Staaten weiterhin enge strategische Partner seien.

Während des G7-Gipfels hatten Kameras ein Gespräch zwischen den beiden Politikern festgehalten. Dabei erinnerte Meloni daran, dass sie und Trump stets freundschaftliche Beziehungen gepflegt hätten. Trump bemerkte daraufhin scherzhaft, er fühle sich von ihr „verlassen“.

Italienische Regierungsvertreter stellen sich hinter Meloni

Nach den jüngsten Aussagen Trumps erhielt Meloni breite Unterstützung aus den Reihen ihrer Regierung. Außenminister Antonio Tajani kündigte an, eine geplante Reise zu einer Wirtschaftskonferenz in Miami abzusagen.

Verteidigungsminister Guido Crosetto erklärte, er könne sich nicht vorstellen, dass die italienische Regierungschefin jemals jemanden um ein gemeinsames Foto bitten würde. Auch Matteo Salvini, Vorsitzender der Lega und Koalitionspartner Melonis, stellte sich demonstrativ hinter die Ministerpräsidentin und erklärte, Angriffe auf sie seien Angriffe auf die gesamte Regierungskoalition.

Vertreter der Opposition nutzten die Gelegenheit jedoch für Kritik an Melonis bisheriger Nähe zu Trump. Der frühere Ministerpräsident Matteo Renzi erklärte, der Vorfall zeige die Risiken einer zu engen politischen Bindung an den US-Präsidenten.

Unterstützung kommt auch aus dem Ausland

Die Reaktionen auf den Streit beschränkten sich nicht auf Italien. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez bekundete seine Solidarität mit Meloni. Auch Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken kritisierte die Aussagen Trumps und forderte ein Ende persönlicher Angriffe auf die italienische Regierungschefin.

Trotz der öffentlichen Kontroverse zeigen offizielle Fotos und Videoaufnahmen vom G7-Gipfel keine offenen Spannungen zwischen den beiden Politikern. Auf Bildern aus Évian-les-Bains sind Trump und Meloni bei Gesprächen in entspannter Atmosphäre zu sehen. Nach einer Veranstaltung schüttelten sie sich vor laufenden Kameras sogar die Hand.

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