Am 30. Juni endet in Deutschland der staatliche Tankrabatt für Benzin und Diesel. Ab dem 1. Juli müssen Autofahrer wieder mit höheren Kraftstoffpreisen rechnen. Kurz vor dem Auslaufen der Maßnahme wollen viele Fahrer die niedrigeren Preise noch ein letztes Mal nutzen und ihre Fahrzeuge volltanken. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Вild.
Tankrabatt läuft aus: Das ändert sich ab Juli für Autofahrer
Der Tankrabatt galt zwei Monate und wurde durch eine vorübergehende Senkung der Energiesteuer finanziert. Nach Angaben der Regierung kostete die Maßnahme den Staat rund 1,6 Milliarden Euro.
Während des Förderzeitraums sank der Preis für Superbenzin um etwa 17 Cent pro Liter, Diesel wurde rund 12 Cent pro Liter günstiger. Ohne diese Entlastung hätte der durchschnittliche Benzinpreis im Juni voraussichtlich dauerhaft über zwei Euro pro Liter gelegen.
65 Prozent der Autofahrer wollen vor dem Ende noch tanken
Eine aktuelle INSA-Blitzumfrage zeigt, dass 65 Prozent der Fahrer von Benzin- oder Dieselautos ihre Fahrzeuge noch vor Ablauf des Tankrabatts volltanken möchten. 21 Prozent gaben an, darauf verzichten zu wollen. Weitere 14 Prozent machten keine Angabe.
Die Umfrage zeigt außerdem, dass viele Bürger das Ende der staatlichen Entlastung kritisch sehen.
Mehrheit lehnt das Ende des Tankrabatts ab
60 Prozent der Befragten halten die Abschaffung des Tankrabatts für falsch. 27 Prozent unterstützen das Auslaufen der Maßnahme, während sich 13 Prozent nicht festlegen wollten.
Trotz der steigenden Kraftstoffpreise wollen 49 Prozent ihr Fahrverhalten nicht ändern und ihr Auto weiterhin genauso häufig nutzen wie bisher. 16 Prozent planen, künftig weniger zu fahren. 23 Prozent besitzen derzeit kein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, und sechs Prozent gaben sogar an, künftig häufiger mit dem Auto unterwegs sein zu wollen.
Unterschiede je nach politischer Ausrichtung
Die Umfrage zeigt außerdem deutliche Unterschiede zwischen den Wählergruppen. Anhänger der meisten Parteien möchten den Tankrabatt bis zum letzten Tag nutzen und sprechen sich gegen dessen Abschaffung aus.
Eine Ausnahme bilden die Wähler der FDP. Dort sind die Meinungen nahezu ausgeglichen: 39 Prozent wollen vor dem Ende der Maßnahme noch tanken, ebenso viele verzichten darauf. Auch bei der Bewertung der Abschaffung des Tankrabatts sind die Ansichten unter FDP- und Grünen-Wählern nahezu gleich verteilt, während in den übrigen politischen Lagern die Ablehnung der Maßnahme überwiegt.
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