Startseite PolitikNach der Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat wächst in mehreren afrikanischen Staaten die Kritik an Annalena Baerbock und ihrer Außenpolitik

Nach der Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat wächst in mehreren afrikanischen Staaten die Kritik an Annalena Baerbock und ihrer Außenpolitik

von Johanna Richter
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Nach der Niederlage Deutschlands bei der Wahl zum UN-Sicherheitsrat wächst in mehreren afrikanischen Staaten die Kritik an Annalena Baerbock und ihrer Außenpolitik

Nachdem Deutschland keinen Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat gewinnen konnte, hat sich die Kritik an der ehemaligen Außenministerin Annalena Baerbock in mehreren afrikanischen Staaten verstärkt. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Вild.

Bei der Abstimmung in New York konnte Deutschland nicht die erforderliche Unterstützung der Mitgliedstaaten gewinnen. In politischen Kreisen wird die Niederlage unter anderem mit dem Zeitraum in Verbindung gebracht, in dem Baerbock das Auswärtige Amt leitete.

Vertreter der CDU kündigten bereits an, die Hintergründe des Misserfolgs näher untersuchen zu wollen. Nach ihrer Auffassung sollte die Außenpolitik der damaligen Bundesregierung eingehend analysiert werden.

Ehemaliger Präsident Botswanas wirft Baerbock belehrenden Umgangston vor

Besonders deutliche Kritik äußerte der ehemalige Präsident Botswanas, Mokgweetsi Masisi. Am Rande einer Veranstaltung in Nairobi erklärte er, die deutsche Diplomatie habe sich während Baerbocks Amtszeit stärker auf Belehrungen als auf partnerschaftliche Zusammenarbeit konzentriert.

Nach seinen Angaben empfanden mehrere afrikanische Staaten die Positionen der damaligen Außenministerin als Einmischung in innere Angelegenheiten. Masisi äußerte zudem die Ansicht, dass dieser Umgang möglicherweise Auswirkungen auf die Unterstützung Deutschlands bei der Abstimmung in der UNO gehabt habe.

Auf die Frage, wie Botswana bei der geheimen Wahl abgestimmt habe, wollte der frühere Staatschef keine Auskunft geben.

Afrikanische Staaten erinnern an ungelöste Streitpunkte mit Berlin

Auch andere afrikanische Politiker äußerten Kritik. Vertreter aus Botswana und Namibia verwiesen auf langjährige Meinungsverschiedenheiten mit der Bundesregierung zu Themen wie Trophäenjagd, Handel mit Elfenbeinprodukten, Diamantenzertifizierung sowie Fragen des Umwelt- und Naturschutzes.

Nach Angaben ehemaliger Regierungsvertreter seien mehrere Schreiben und Gesprächsanfragen an die deutsche Regierung über längere Zeit unbeantwortet geblieben. Dies habe zu Unzufriedenheit auf afrikanischer Seite geführt und die politischen Beziehungen belastet.

Darüber hinaus wurden frühere Auseinandersetzungen über die Rückgabe kultureller Artefakte an Nigeria erwähnt, die seinerzeit von öffentlichen Debatten und Kritik begleitet wurden.

Masisi sieht Chancen für einen Neustart der Beziehungen

Mit Blick auf die aktuelle Situation erklärte Mokgweetsi Masisi, er bewerte die Perspektiven der deutsch-botswanischen Beziehungen nach dem Ausscheiden Baerbocks aus dem Amt positiver.

Der ehemalige Präsident bezeichnete den Umgang der früheren Außenministerin mit afrikanischen Partnern als wenig respektvoll und äußerte die Hoffnung auf einen konstruktiveren Dialog in der Zukunft.

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