Startseite AktuellesSchauspieler Nick Wilder denkt wegen der politischen Lage über einen Abschied aus den USA nach und verkauft sein Anwesen in Montana für rund 3,5 Millionen Euro.

Schauspieler Nick Wilder denkt wegen der politischen Lage über einen Abschied aus den USA nach und verkauft sein Anwesen in Montana für rund 3,5 Millionen Euro.

von Johanna Richter
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Schauspieler Nick Wilder denkt wegen der politischen Lage über einen Abschied aus den USA nach und verkauft sein Anwesen in Montana für rund 3,5 Millionen Euro.

Der deutsche Schauspieler Nick Wilder, bekannt aus der ZDF-Serie „Das Traumschiff“, kann sich vorstellen, die USA als dauerhaften Wohnort aufzugeben. Der Schauspieler, der Amerika jahrzehntelang als seine zweite Heimat betrachtete, begründet seine Überlegungen mit der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung im Land. Sein Anwesen im US-Bundesstaat Montana steht bereits zum Verkauf. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu spiegel.

Der 73-Jährige erklärte, dass er und seine Ehefrau Christine Mayn die politische Entwicklung in den Vereinigten Staaten aufmerksam verfolgen. Sollte sich das Land politisch noch weiter nach rechts bewegen, könnten sich beide vorstellen, dort nicht mehr dauerhaft zu leben.

Besorgt zeigt sich das Paar insbesondere mit Blick auf die Wahlen zum Repräsentantenhaus Anfang November. Wilder und seine Frau äußerten zudem Zweifel an der Stabilität demokratischer Institutionen und am Erhalt gesellschaftlicher Freiheiten.

Nick Wilder verkauft Millionen-Anwesen in Montana

Vor diesem Hintergrund hat der Schauspieler entschieden, sich von seinem Anwesen in Montana zu trennen. Wilder und seine Frau verbringen dort seit 1998 regelmäßig einen Teil des Jahres.

Das Haus verfügt über eine Wohnfläche von rund 700 Quadratmetern und steht auf einem etwa acht Hektar großen Grundstück mit Blick auf die Rocky Mountains. Der Verkaufspreis liegt bei ungefähr 3,5 Millionen Euro.

Nach Angaben Wilders ist die Entscheidung dem Paar nicht leichtgefallen. Das Anwesen sei über viele Jahre ein gemeinsames Lebensprojekt gewesen, in das beide viel Zeit und Arbeit investiert hätten.

Neben veränderten persönlichen Umständen spielt auch die zunehmende politische Polarisierung in den USA eine Rolle. Wilder beobachtet nach eigenen Angaben, dass politische Meinungsverschiedenheiten inzwischen selbst enge Freundschaften belasten und die Gesellschaft stärker in unterschiedliche Lager aufteilen.

Die USA sind für Wilder nicht mehr das frühere „Sehnsuchtsland“

Nick Wilders Verbindung zu den Vereinigten Staaten reicht fast 45 Jahre zurück. Für den auf der Ostseeinsel Fehmarn aufgewachsenen Schauspieler waren die USA lange ein Sehnsuchtsort und später eine zweite Heimat.

Heute bewertet Wilder einen möglichen Neuanfang in Amerika jedoch anders. Nach seiner Einschätzung ist es für Europäer inzwischen deutlich schwieriger geworden, sich dauerhaft in den USA niederzulassen.

Unter den heutigen Bedingungen würde er diesen Schritt nach eigenen Angaben nicht noch einmal gehen.

In Deutschland wurde Wilder nicht nur durch seine Rolle als Schiffsarzt in der ZDF-Reihe „Das Traumschiff“ bekannt. Zuvor war er auch als Versicherungsvertreter „Herr Kaiser“ in einer bekannten Werbekampagne zu sehen. 2024 trat er außerdem bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg auf und spielte dort eine Schurkenrolle.

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