In zahlreichen deutschen Supermärkten stoßen Kunden in den Regalen für Fischkonserven zunehmend auf Lücken. Besonders auffällig ist der Mangel an Sardinen – einem Produkt, das lange als günstiger Bestandteil des täglichen Speiseplans galt. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu welt.
Ein alltägliches Produkt wird zur Mangelware
Sardinen gehörten jahrzehntelang zum Standardsortiment großer Handelsketten, Discounter und Lieferdienste. Mittlerweile sind einzelne Produkte vorübergehend nicht erhältlich. In einigen Geschäften hat sich die Auswahl deutlich verkleinert.
Betroffen sind vor allem Sardinenkonserven. Wenn die gewünschten Artikel fehlen, müssen Kunden auf andere Fischarten oder teurere Produkte ausweichen.
Warum Sardinen in Deutschland knapp werden
Als eine der wichtigsten Ursachen gilt der Rückgang der Fangmengen. Die Fischerei ist von natürlichen Beständen, Wetterbedingungen, Wassertemperaturen und festgelegten Fangquoten abhängig. Sinkt der Fang, steht den Herstellern weniger Rohware für die Konservenproduktion zur Verfügung.
Auch Veränderungen der Meeresökosysteme beeinflussen das Angebot. Steigende Wassertemperaturen können dazu führen, dass Fischschwärme ihre bisherigen Aufenthaltsgebiete verlassen. Dadurch wird der kommerzielle Fang in den traditionellen Fangregionen schwieriger planbar.
Zusätzlichen Druck verursachen die Kosten für Verarbeitung, Verpackung, Energie und Transport. Selbst wenn ausreichend Fisch vorhanden ist, können fertige Produkte deshalb später oder in geringeren Mengen in den Handel gelangen.
Der Engpass könnte die Preise steigen lassen
Ein geringeres Angebot erhöht die Einkaufspreise für den Rohstoff. Sollte sich die Situation beim Fang nicht stabilisieren, könnten Lieferanten und Handelsketten die Preise für Sardinenkonserven anheben.
Ein Produkt, das bislang zum preisgünstigen Sortiment gehörte, könnte damit zunehmend in ein höheres Preissegment rutschen. Das gilt insbesondere für Sardinen in hochwertigem Öl, Produkte aus bestimmten Fanggebieten und Konserven von Premiummarken.
Supermärkte setzen auf Alternativen
Wegen der unbeständigen Lieferungen könnten Händler fehlende Sardinen häufiger durch Konserven mit anderen Fischarten ersetzen. Als Alternativen kommen unter anderem Makrelen, Hering, Thunfisch und Sprotten infrage.
Das verfügbare Sortiment hängt von der jeweiligen Handelskette, der Region und den bestehenden Lieferverträgen ab. Deshalb sind Sardinen in manchen Geschäften weiterhin erhältlich, während bestimmte Produkte andernorts bereits seit längerer Zeit fehlen.
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