Am 12. Juni kam es bei mehreren Diensten des US-Konzerns Meta zu einer weitreichenden technischen Störung. Weltweit meldeten Tausende Nutzer Probleme beim Zugriff auf Facebook und den Messenger. Das Unternehmen bestätigte den Vorfall und erklärte, dass bereits an einer Lösung gearbeitet werde. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Reuters.
Nutzer konnten sich plötzlich nicht mehr anmelden
Viele Betroffene berichteten, dass sie ohne Vorwarnung automatisch aus ihren Facebook-Konten ausgeloggt wurden. Anschließend scheiterte bei zahlreichen Nutzern der erneute Login. Statt der gewohnten Anmeldung erschienen Fehlermeldungen, die auf technische Probleme im System hinwiesen.
Die Störung betraf sowohl die Facebook-App auf mobilen Geräten als auch die Webversion der Plattform. Auch beim Messenger kam es zeitweise zu Einschränkungen, sodass Nachrichten nicht zuverlässig gesendet oder empfangen werden konnten.
Meta arbeitet an der Behebung der technischen Probleme
Meta-Sprecher Andy Stone bestätigte die Störung öffentlich. Nach seinen Angaben ist dem Unternehmen bekannt, dass Nutzer derzeit Schwierigkeiten beim Zugriff auf einzelne Dienste haben. Die zuständigen Teams arbeiten daran, die technischen Probleme so schnell wie möglich zu beheben.
Zur Ursache des Ausfalls machte Meta zunächst keine Angaben. Auch weitere technische Details oder ein Zeitplan für die vollständige Wiederherstellung der Dienste wurden nicht veröffentlicht.
Zehntausende Störungsmeldungen innerhalb kurzer Zeit
Nach Daten des Überwachungsdienstes Downdetector erreichte die Zahl der gemeldeten Ausfälle während des Höhepunkts der Störung ein hohes Niveau. Dort gingen mehr als 62.000 Meldungen zu Facebook sowie über 8.000 Meldungen zu Instagram ein.
Da Downdetector ausschließlich auf freiwilligen Nutzerberichten basiert, dürfte die tatsächliche Zahl der betroffenen Konten deutlich höher gewesen sein.
Instagram und WhatsApp weitgehend stabil
Während Facebook und Messenger besonders stark betroffen waren, funktionierten Instagram und WhatsApp überwiegend ohne größere Einschränkungen. Einzelne Nutzer meldeten zwar vereinzelt Probleme mit bestimmten Funktionen, ein flächendeckender Ausfall dieser Dienste wurde jedoch nicht registriert.
Eine offizielle Statusseite für die Verbraucherplattformen von Meta existiert weiterhin nicht. Deshalb informierten sich viele Nutzer während der Störung über externe Monitoring-Dienste und soziale Netzwerke.
Meta steht zusätzlich wegen Betrugsfällen unter Beobachtung
Unabhängig von der aktuellen Störung sieht sich Meta weiterhin mit Kritik wegen Sicherheits- und Betrugsproblemen auf seinen Plattformen konfrontiert.
Nach Angaben der britischen Bank Lloyds stehen rund 68 Prozent der von ihren Kunden gemeldeten Betrugsfälle im Zusammenhang mit Facebook, Instagram oder WhatsApp. Besonders häufig geht es um gefälschte Eintrittskarten für Konzerte und Sportveranstaltungen sowie um betrügerische Werbeanzeigen.
Meta erklärte, konsequent gegen solche Inhalte vorzugehen. Nach Unternehmensangaben wurden im vergangenen Jahr mehr als 159 Millionen betrügerische Werbeanzeigen von den Plattformen entfernt.
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