Startseite AktuellesDie japanische Künstlerin Yayoi Kusama ist mit 97 Jahren in Tokio gestorben. Berühmt wurde sie mit Spiegelräumen, Kürbissen und gepunkteten Werken.

Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama ist mit 97 Jahren in Tokio gestorben. Berühmt wurde sie mit Spiegelräumen, Kürbissen und gepunkteten Werken.

von Johanna Richter
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Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama ist mit 97 Jahren in Tokio gestorben. Berühmt wurde sie mit Spiegelräumen, Kürbissen und gepunkteten Werken.

Die japanische Künstlerin Yayoi Kusama, die für ihre psychedelischen Installationen, Spiegelräume und gepunkteten Werke bekannt war, ist im Alter von 97 Jahren in Tokio gestorben. Nach Angaben ihres Unternehmens war multiples Organversagen die Todesursache. Die Künstlerin arbeitete nahezu bis zu ihren letzten Lebenstagen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu tagesschau.

Punkte, Spiegel und leuchtende Farben

Yayoi Kusama entwickelte eine unverwechselbare Bildsprache. Zu ihren zentralen Motiven gehörten Punkte, Netze, Spiralen, Kürbisse und scheinbar unendliche Spiegelungen. Ihr Werk umfasste Malerei, Skulpturen, Performances, Mode und großflächige Rauminstallationen.

Zu ihren bekanntesten Arbeiten zählen die „Infinity Mirror Rooms“. Mithilfe von Spiegeln und Lichtobjekten schuf Kusama Räume, die grenzenlos zu sein schienen. Die Installationen wurden in bedeutenden Museen weltweit gezeigt und zogen Hunderttausende Besucher an.

Ein leuchtend roter Bob gehörte fest zu Kusamas öffentlichem Erscheinungsbild. Das wichtigste Symbol ihrer Kunst blieben jedoch die Punkte, mit denen sie ihre Wahrnehmung des Menschen und des Universums zum Ausdruck brachte.

Psychische Erkrankungen prägten Kusamas Kunst

Kusama berichtete, dass sie bereits als Kind unter Depressionen und Halluzinationen gelitten habe. Sie sah Netze, Wellen und Muster, die sich über Gegenstände und ihre Umgebung auszubreiten schienen. Diese Wahrnehmungen wurden später zur Grundlage vieler ihrer Arbeiten.

Auch schwierige familiäre Verhältnisse beeinflussten ihren psychischen Zustand. Kusamas Erinnerungen zufolge unterstützte ihre Mutter den Wunsch der Tochter, Künstlerin zu werden, nicht und versuchte, sie vom Malen abzuhalten. Dennoch setzte Kusama ihre Arbeit fort und widmete ihr gesamtes Leben der Kunst.

Rund 50 Jahre lebte die Japanerin freiwillig in einer psychiatrischen Klinik in Tokio. Ihr Atelier befand sich in unmittelbarer Nähe. Kusama erklärte, diese Lebensweise habe es ihr ermöglicht, täglich zu arbeiten und zugleich mit ihrer Erkrankung umzugehen.

Die internationale Anerkennung kam spät

Kusamas weltweiter Erfolg entwickelte sich erst allmählich. Lange Zeit fanden ihre Arbeiten beim breiten Publikum nur wenig Beachtung, obwohl sie zur avantgardistischen Kunstszene gehörte und früh experimentelle Werke schuf.

Eine neue Phase ihrer Karriere begann mit großen Museumsausstellungen. Die farbintensiven Installationen und Spiegelräume fanden besonders bei einem jungen Publikum großen Anklang. Bilder aus Kusamas Ausstellungen verbreiteten sich über Instagram und TikTok und machten sie zu einer der bekanntesten Vertreterinnen der zeitgenössischen Kunst.

Die Künstlerin arbeitete zudem mit Louis Vuitton und weiteren internationalen Marken zusammen. Ihre teuersten Werke erzielten bei Auktionen Preise von mehr als zehn Millionen US-Dollar.

Kusama-Ausstellung in Köln stellte Besucherrekord auf

Eine der letzten großen Ausstellungen Yayoi Kusamas war im Museum Ludwig in Köln zu sehen. Mehr als 450.000 Menschen besuchten die Schau. Die Eintrittskarten waren bereits lange vor dem Ende der Ausstellung ausverkauft.

Gezeigt wurden Gemälde, Skulpturen, Kürbisinstallationen und die berühmten Spiegelräume. Die Ausstellung stellte einen neuen Besucherrekord für das Museum auf.

Nach Angaben des Unternehmens der Künstlerin malte Kusama bis in ihre letzten Lebenstage. Ihr Team will ihr künstlerisches Werk weiterhin in internationalen Ausstellungen präsentieren.

Yayoi Kusama starb im Alter von 97 Jahren in Tokio. Als offizielle Todesursache wurde multiples Organversagen angegeben.

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