Startseite AktuellesNach Bränden in zwei Mehrfamilienhäusern in Parchim wurden rund 90 Bewohner evakuiert. 25 Menschen wurden verletzt. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

Nach Bränden in zwei Mehrfamilienhäusern in Parchim wurden rund 90 Bewohner evakuiert. 25 Menschen wurden verletzt. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

von Johanna Richter
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Nach Bränden in zwei Mehrfamilienhäusern in Parchim wurden rund 90 Bewohner evakuiert. 25 Menschen wurden verletzt. Die Polizei vermutet Brandstiftung.

In Parchim ist am Abend des 26. August in zwei Mehrfamilienhäusern in der Walter-Hase-Straße ein Feuer ausgebrochen. Wegen der starken Rauchentwicklung mussten rund 90 Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Nach Angaben der Polizei benötigten 25 Menschen medizinische Hilfe. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu tagesschau.

Feuer brach in zwei Kellerräumen aus

Die Brände entstanden in den Kellern zweier benachbarter Mehrfamilienhäuser. Mehrere Räume wurden beschädigt. Der Rauch breitete sich schnell in den Treppenhäusern aus und versperrte einigen Bewohnern den sicheren Fluchtweg.

Rund 150 Feuerwehrleute waren an den Löscharbeiten beteiligt. Im Einsatz befanden sich Kräfte aus Parchim, Lübz, Spornitz und weiteren Orten der Region. Die Feuerwehr brachte Menschen aus den verrauchten Hauseingängen in Sicherheit und kontrollierte anschließend die Wohnungen.

Ein Bewohner berichtete, er sei durch Schreie geweckt worden. Als er den Flur betrat, habe dort bereits dichter Rauch gestanden. Daraufhin sei er zu seiner Familie zurückgekehrt, um gemeinsam mit ihr das Gebäude zu verlassen. Ein anderer Mann erklärte, er habe seine Kinder vom Balkon herunterlassen müssen, weil der Weg durch das Treppenhaus nicht mehr nutzbar gewesen sei.

Rund 30 Bewohner in einer Sporthalle untergebracht

Bei dem Vorfall erlitten 25 Menschen leichte Verletzungen. In den meisten Fällen handelte es sich um Beschwerden infolge einer Rauchgasvergiftung. Mehrere Betroffene wurden direkt am Einsatzort medizinisch versorgt.

Etwa 30 Evakuierte, darunter Kinder und ältere Menschen, kamen vorübergehend in einer Sporthalle unter. Das Deutsche Rote Kreuz übernahm dort ihre Betreuung. Es ist nicht ausgeschlossen, dass einige Bewohner mehrere Nächte in der Notunterkunft verbringen müssen.

Die meisten Evakuierten fanden bei Verwandten oder Bekannten eine vorläufige Unterkunft. Eine Rückkehr in sämtliche Wohnungen ist derzeit noch nicht möglich. Mehrere Hauseingänge bleiben gesperrt.

Polizei ermittelt wegen möglicher Brandstiftung

Die Ursache der beiden Brände ist bislang nicht geklärt. Ein Brandermittler soll die beschädigten Kellerräume untersuchen und feststellen, an welchen Stellen die Feuer ausgebrochen sind.

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Dabei wird berücksichtigt, dass die beiden Kellerbrände nacheinander entstanden. Abschließende Erkenntnisse werden erst nach der Auswertung der Spuren und dem Abschluss der Untersuchungen erwartet.

Der vorläufige Sachschaden wird auf etwa 500.000 Euro geschätzt. Fachleute prüfen zudem die Statik der beiden Gebäude. Von den Ergebnissen hängt ab, wann die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren können.

Ermittler suchen Zeugen des Brandes

Die Polizei bittet Personen, die sich zum Zeitpunkt der Brände in der Nähe der Häuser in der Walter-Hase-Straße aufhielten, sich zu melden. Für die Ermittlungen sind Beobachtungen zu verdächtigen Personen, den Hauseingängen oder anderen Umständen des Vorfalls von Bedeutung.

Zeugen, die über Fotos, Videoaufnahmen oder weitere Hinweise verfügen, sollen Kontakt mit der Polizei aufnehmen.

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