Die USA haben neue Angriffe auf iranische Militäreinrichtungen in der Region der Straße von Hormus bestätigt. Die Eskalation folgt auf gescheiterte Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe zwischen Washington und Teheran. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu ВВС.
Der Iran erklärte daraufhin, eine Luftwaffenbasis in Kuwait angegriffen zu haben, die nach Angaben Teherans von US-Streitkräften für Operationen gegen die Islamische Republik genutzt worden sei.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) teilte mit, amerikanische Streitkräfte hätten „defensive Angriffe“ auf iranische Radaranlagen, Drohnenkontrollsysteme und Luftabwehrstellungen auf der Insel Qeschm sowie im Gebiet Goruk nahe der Südküste Irans durchgeführt.
Washington erklärte, die Einsätze seien eine Reaktion auf „aggressives Verhalten“ des Iran gewesen, darunter auch der Abschuss einer amerikanischen Drohne über internationalen Gewässern.
Iran meldet Raketenangriff auf US-Basis
Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, sie hätten eine Basis in Kuwait angegriffen, von der aus die USA angeblich Angriffe auf iranische Einrichtungen im Persischen Golf koordiniert hätten.
Nach Angaben des CENTCOM wurden zwei ballistische Raketen, die auf US-Truppen in Kuwait gerichtet waren, von Luftabwehrsystemen abgefangen. Die amerikanische Seite erklärte, es habe keine Verletzten unter den Soldaten gegeben.
Kuwait bestätigte zuvor, dass „feindliche Raketen und Drohnen“ registriert worden seien. In mehreren Teilen des Landes ertönten Luftalarmsirenen.
Das kuwaitische Außenministerium veröffentlichte später eine Erklärung, in der die iranischen Angriffe als „gefährliche Eskalation“ und direkten Angriff auf das Land verurteilt wurden.
Gespräche über Waffenruhe geraten ins Stocken
Der neue Schlagabtausch erfolgte nach dem Scheitern der Verhandlungen über ein langfristiges Ende des Krieges zwischen den USA und dem Iran. US-Medien berichteten, Präsident Donald Trump habe Änderungen am Entwurf der Vereinbarung gefordert.
Laut CBS News betreffen die neuen Bedingungen die Wiederöffnung der Straße von Hormus, den Abtransport hochangereicherten Urans aus dem Iran sowie eine 60-tägige Einstellung der Kampfhandlungen.
Die Straße von Hormus gilt als zentrale Route für weltweite Öl- und Flüssiggaslieferungen. Seit Beginn der Kämpfe wurde der Schiffsverkehr in der Region erheblich eingeschränkt, was die Ölpreise weltweit deutlich steigen ließ.
Teheran wirft den USA wechselnde Forderungen vor
Das iranische Außenministerium erklärte, Washington ändere „ständig seine Position“ und stelle neue Bedingungen, wodurch sich die Verhandlungen verzögerten.
Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei sagte, dass die iranische Atomfrage derzeit kein Gegenstand der Gespräche sei.
„In dieser Phase hat die Beendigung des Krieges für uns Priorität“, erklärte er während einer Pressekonferenz.
Auch Irans Außenminister Abbas Araghtschi betonte, dass jede Waffenruhe alle Fronten einschließen müsse – darunter auch den Libanon.
Konflikt weitet sich auf den Libanon aus
Der Libanon wurde am 2. März offiziell in den Konflikt hineingezogen, nachdem die vom Iran unterstützte Hisbollah Raketen auf israelisches Gebiet abgefeuert hatte.
Dies geschah als Reaktion auf einen israelischen Angriff, bei dem Irans oberster Führer Ali Chamenei getötet worden sein soll. Anschließend begann Israel eine großangelegte Luftoffensive sowie eine Bodenoperation im Libanon.
Sowohl amerikanische als auch iranische Vertreter betonen weiterhin ihre Gesprächsbereitschaft. Eine formelle Friedensvereinbarung wurde bislang jedoch nicht erreicht.
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