Startseite FinanzenDer Maschinenbauer Paul Köster GmbH aus Nordrhein-Westfalen hat Insolvenz angemeldet. Ursache sind Auftragsrückgänge in der Automobilindustrie. 320 Arbeitsplätze betroffen.

Der Maschinenbauer Paul Köster GmbH aus Nordrhein-Westfalen hat Insolvenz angemeldet. Ursache sind Auftragsrückgänge in der Automobilindustrie. 320 Arbeitsplätze betroffen.

von Johanna Richter
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Der Maschinenbauer Paul Köster GmbH aus Nordrhein-Westfalen hat Insolvenz angemeldet. Ursache sind Auftragsrückgänge in der Automobilindustrie. 320 Arbeitsplätze betroffen.

Der deutsche Maschinenbauhersteller Paul Köster GmbH hat aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Das Unternehmen mit Sitz in Medebach in Nordrhein-Westfalen produziert spezialisierte Anlagen und Maschinen für die Automobilindustrie sowie weitere Industriezweige. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Вild.

Die Firmengeschichte reicht bis ins Jahr 1907 zurück, als der Betrieb als Schmiede gegründet wurde. Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Familienunternehmen zu einem Hersteller maßgeschneiderter Industrieanlagen für nationale und internationale Kunden. Derzeit beschäftigt die Paul Köster GmbH rund 320 Mitarbeiter.

Unternehmen setzt auf Sanierung in Eigenverwaltung

Die Geschäftsführung hat sich für ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung entschieden. Geschäftsführer Christopher Köster erklärte, dass dieser Schritt dazu dienen soll, das traditionsreiche Familienunternehmen an die veränderten Marktbedingungen anzupassen und langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen.

Das Amtsgericht Arnsberg hat den Rechtsanwalt Marco Kuhlmann zum vorläufigen Sachwalter bestellt. Er wird das Verfahren begleiten und die Restrukturierungsmaßnahmen überwachen.

Deutlicher Auftragsrückgang belastet die Geschäftsentwicklung

Nach Angaben des Unternehmens ist die Insolvenz vor allem auf den starken Rückgang von Aufträgen aus der Automobilindustrie zurückzuführen. Die Nachfrage sei innerhalb kurzer Zeit erheblich gesunken und habe die finanzielle Situation des Unternehmens spürbar verschlechtert.

Zusätzlich hätten steigende Kosten, wachsender Preisdruck und sinkende Margen die wirtschaftliche Lage belastet. Hinzu komme, dass mehrere langjährige Kunden des Unternehmens in den vergangenen zwei Jahren selbst Insolvenz anmelden mussten.

Betrieb läuft vorerst uneingeschränkt weiter

Trotz des eingeleiteten Insolvenzverfahrens wird der Geschäftsbetrieb nach Unternehmensangaben ohne Einschränkungen fortgeführt. Kundenaufträge werden weiterhin bearbeitet, Lieferantenverträge erfüllt und bestehende Servicevereinbarungen eingehalten.

Die Löhne und Gehälter der rund 320 Beschäftigten sind für die kommenden drei Monate durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.

Nach Angaben des Unternehmens liegt der Fokus nun auf dem Erhalt des Standorts in Medebach sowie möglichst vieler Arbeitsplätze. Gleichzeitig sollen die Geschäftsstrategie weiterentwickelt und neue Perspektiven für das Unternehmen geschaffen werden.

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