In Polen hat die Polizei einen Mann festgenommen, der einen Angriff auf Ministerpräsident Donald Tusk geplant haben soll. Die Festnahme bestätigte Innenminister Marcin Kierwiński am Sonntag, dem 11. Oktober 2026. Zuvor hatten die Sicherheitsbehörden Hinweise auf einen möglichen Anschlag auf den Regierungschef und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erhalten. Nach Eingang der Warnung beriefen die zuständigen Behörden eine Krisensitzung ein und leiteten Ermittlungen ein. Donald Tusk reagierte öffentlich auf den Vorfall und dankte den Sicherheitskräften für ihr schnelles und entschlossenes Handeln. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu wydarzenia.
Polizei in Polen nimmt Verdächtigen wegen geplanter Attacke auf Tusk fest
Innenminister Marcin Kierwiński bestätigte, dass Polizeibeamte einen Mann identifiziert und festgenommen haben, der den polnischen Ministerpräsidenten bedroht und offenbar einen Angriff auf ihn vorbereitet haben soll.
Die entsprechende Mitteilung veröffentlichte der Innenminister auf der Plattform X. Die Identität des Festgenommenen, die genauen Umstände seiner Festnahme sowie mögliche strafrechtliche Vorwürfe wurden bislang nicht offiziell bekannt gegeben.
Auch Donald Tusk äußerte sich zu dem Vorfall. Der Ministerpräsident bedankte sich bei den Sicherheitsbehörden für ihre schnelle und entschlossene Reaktion.
Aus den bisherigen offiziellen Angaben geht nicht hervor, wie weit die mutmaßlichen Anschlagsvorbereitungen bereits fortgeschritten waren und ob der Verdächtige Zugang zu Waffen hatte.
Anschlagsdrohung gegen Tusk und Kosiniak-Kamysz: Was bisher bekannt ist
Die ursprüngliche Warnung betraf zwei hochrangige polnische Politiker: Ministerpräsident Donald Tusk und seinen Stellvertreter, Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz.
Nach bislang unbestätigten Medienberichten kamen die Hinweise auf eine mögliche Bedrohung durch Kontakte eines Journalisten zu einer radikalen Gruppierung ans Licht. Demnach sollen Personen aus dem Umfeld der Organisation nach Freiwilligen gesucht haben, die bereit gewesen wären, einen bewaffneten Angriff auszuführen.
In den veröffentlichten Recherchen wurde außerdem ein Mann namens Krzysztof erwähnt. Er soll während eines Gesprächs über Schusswaffen gesprochen, seine Ablehnung gegenüber der amtierenden Regierung zum Ausdruck gebracht und Pläne für einen Massenmord angesprochen haben.
Ob der festgenommene Verdächtige tatsächlich Verbindungen zu der genannten Gruppierung unterhält, wurde bislang nicht offiziell bestätigt. Ebenso ist öffentlich nicht geklärt, ob es sich bei ihm um die Person handelt, die in den journalistischen Recherchen erwähnt wurde.
Polnische Sicherheitsbehörden berufen Krisensitzung ein
Die Informationen über einen möglichen Anschlag gingen in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei den zuständigen Behörden ein. Nach Eingang der Warnung begannen die polnischen Sicherheitsdienste, ihre Maßnahmen miteinander abzustimmen.
Jacek Dobrzyński, Sprecher des Ministers für die Koordinierung der Geheimdienste, informierte am Sonntagmorgen über die mögliche Bedrohung. Er bestätigte, dass die entsprechenden Hinweise an die Polizei weitergeleitet worden seien.
Die Sprecherin des Innenministeriums, Karolina Gałecka, erklärte, dass die Informationen über den Staatsschutzdienst Służba Ochrony Państwa (SOP) an die Ermittlungsbehörden gelangt seien. Diese Behörde ist unter anderem für den Schutz hochrangiger Staatsvertreter verantwortlich.
Auf Initiative von Innenminister Marcin Kierwiński und Geheimdienstkoordinator Tomasz Siemoniak wurde eine ressortübergreifende Krisensitzung einberufen.
An den Beratungen nahmen Vertreter folgender Behörden teil:
- des polnischen Ministeriums für Inneres und Verwaltung;
- der nationalen Polizei;
- des Staatsschutzdienstes Służba Ochrony Państwa (SOP);
- der Agentur für Innere Sicherheit Agencja Bezpieczeństwa Wewnętrznego (ABW).
Im Mittelpunkt der Sitzung standen die Bewertung der eingegangenen Hinweise und die Abstimmung weiterer Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der betroffenen Regierungsmitglieder.
Donald Tusk bedankt sich nach Festnahme bei Sicherheitskräften
Nach der offiziellen Bestätigung der Festnahme reagierte Donald Tusk öffentlich auf den Vorfall. Der polnische Regierungschef dankte den beteiligten Sicherheitskräften für ihr schnelles und entschlossenes Eingreifen.
Seine Stellungnahme erfolgte, nachdem das Innenministerium die Öffentlichkeit über die polizeilichen Maßnahmen informiert hatte.
Bis zum 11. Oktober veröffentlichten die polnischen Behörden keine weiteren Einzelheiten zu den möglichen Motiven des Verdächtigen, etwaigen Komplizen oder dem konkreten Ablauf des mutmaßlich geplanten Angriffs.
Auch ist bislang nicht bekannt, ob gegen den Festgenommenen bereits formelle Anklagepunkte erhoben wurden und welche weiteren strafprozessualen Maßnahmen vorgesehen sind.
Lesen Sie auch: In Frankreich dauern die Schülerproteste an. Am 8. Oktober sind 224 Schulen vollständig und 151 teilweise blockiert. Schüler fordern mehr Geld für Bildung.