Die Sportwelt steht unter Schock. Anthony Joshua, einer der bekanntesten Schwergewichtsboxer der Welt, wurde in Nigeria in einen schweren Verkehrsunfall verwickelt. Während der Brite mit Verletzungen überlebte, kostete die Tragödie zwei seiner engsten Freunde das Leben. Der Vorfall ereignete sich nur wenige Tage nach seinem jüngsten sportlichen Erfolg.
Es sollte eine Reise zu den eigenen Wurzeln und eine Feier seines jüngsten Sieges werden, doch sie endete in einem Albtraum. Wie die Redaktion von das Unternehmer wissen unter Berufung auf aktuelle Berichte meldet, befand sich der 35-jährige Joshua auf dem Lagos-Ibadan Expressway in Nigeria, als sich das Unglück ereignete. Der Boxer war erst kürzlich nach Afrika gereist, um seinen spektakulären K.o.-Sieg über Jake Paul in Miami zu feiern und Zeit mit seiner Familie zu verbringen.

Der Unfallhergang auf dem „Highway des Todes“
Nach Angaben der lokalen Behörden und des Federal Road Safety Corps (FRSC) ereignete sich der Unfall am Montagvormittag. Joshua saß Berichten zufolge auf dem Rücksitz eines schwarzen Lexus SUV. Das Fahrzeug war in einer Kolonne unterwegs, als es beim Versuch eines Überholmanövers die Kontrolle verlor und ungebremst in einen am Straßenrand stehenden Lastwagen prallte.
Die Wucht des Aufpralls war verheerend. Während Anthony Joshua und der Fahrer verletzt aus dem Wrack geborgen werden konnten, kam für zwei weitere Insassen jede Hilfe zu spät. Bei den Opfern handelt es sich um Sina Ghami und Kevin „Lateef“ Ayodele. Beide waren nicht nur Teil von Joshuas professionellem Team, sondern gehörten zu seinem engsten Freundeskreis. Ghami fungierte als Kraft- und Konditionstrainer, während Ayodele als persönlicher Trainer und enger Vertrauter galt.
Ein Verlust, der schwerer wiegt als jede Niederlage
Für Anthony Joshua ist dieser Verlust kaum in Worte zu fassen. Erst vor wenigen Tagen teilte er in den sozialen Medien noch ausgelassene Videos, die ihn beim Tischtennisspielen mit den nun Verstorbenen zeigten. Die beiden Männer waren feste Säulen in seinem Leben und seiner Karriere, die ihn auf seinem Weg zurück an die Weltspitze begleiteten.
Der Promoter Eddie Hearn und Matchroom Boxing bestätigten den Vorfall und drückten ihr tiefstes Mitgefühl aus. Joshua selbst wurde in ein Krankenhaus gebracht. Er erlitt zwar Verletzungen, sein Zustand wird jedoch als stabil beschrieben. „Er ist am Leben, aber der emotionale Schmerz über den Verlust seiner Brüder ist unermesslich“, zitieren Quellen aus dem Umfeld des Boxers.
Anteilnahme aus aller Welt
Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Sogar der nigerianische Präsident Bola Ahmed Tinubu meldete sich zu Wort und kondolierte dem Boxer und den Familien der Opfer. Die Box-Community, die Joshua gerade noch für seine Leistung im Ring feierte, ist nun in Trauer vereint.
Dieser tragische Vorfall wirft einen dunklen Schatten auf die sportliche Zukunft, doch im Moment rückt der Sport vollkommen in den Hintergrund. Es bleibt abzuwarten, wie der Ex-Weltmeister diesen schweren persönlichen Schlag verarbeiten wird.
Informationen basieren auf dem Bericht von Web.de