Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hat ein umfassendes Programm zur Modernisierung ihrer Langstreckenflotte angekündigt. Mit einer Investition von rund zehn Milliarden US-Dollar in neue Airbus-Flugzeuge will das Unternehmen seine Position am Flughafen Kopenhagen deutlich ausbauen. Die dänische Hauptstadt soll sich bis 2030 zum zentralen Drehkreuz der Airline entwickeln. Nach Angaben von SAS werden durch das Vorhaben Tausende neue Arbeitsplätze geschaffen und die dänische Wirtschaft erheblich gestärkt. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Аirliners.
Kopenhagen wird zum Mittelpunkt der Expansionsstrategie
SAS plant, ihre Aktivitäten am Flughafen Kopenhagen in den kommenden Jahren deutlich auszuweiten. Das Drehkreuz soll künftig eine Schlüsselrolle im internationalen Streckennetz der Fluggesellschaft übernehmen.
Nach Unternehmensangaben könnten bis zum Jahr 2030 rund 25.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Darüber hinaus erwartet SAS einen wirtschaftlichen Beitrag von rund 25 Milliarden dänischen Kronen – umgerechnet etwa 3,34 Milliarden Euro – für das Bruttoinlandsprodukt Dänemarks.
Dänemark wächst deutlich schneller als Norwegen und Schweden
Nach Daten des Branchendienstes Air Service One auf Basis von Cirium entwickelt sich der dänische Markt derzeit am dynamischsten unter den drei skandinavischen Heimatmärkten von SAS.
Seit 2023 ist die angebotene Kapazität, gemessen an den verfügbaren Sitzplatzkilometern (ASK), in Dänemark um rund 60 Prozent gestiegen. In Norwegen und Schweden blieb das Angebot im gleichen Zeitraum dagegen nahezu unverändert.
Für das Jahr 2026 wird erwartet, dass die Kapazität auf Flügen ab Dänemark rund 30 Prozent über dem Niveau von 2019 liegen wird. Norwegen bleibt zwar gemessen an der Zahl der angebotenen Sitzplätze der größte Einzelmarkt von SAS, liegt jedoch weiterhin rund 27 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.
Vor der COVID-19-Pandemie war Norwegen der wichtigste Markt der Fluggesellschaft nach Sitzplatzangebot. Bei den Passagierkilometern lagen Dänemark, Norwegen und Schweden dagegen nahezu gleichauf, wobei Dänemark leicht vorne lag.
Größte Investition in der Unternehmensgeschichte
Airbus bestätigte den Auftrag über zunächst 18 Langstreckenflugzeuge des Typs A330neo. Insgesamt umfasst das Flottenprogramm den Kauf von bis zu 40 Großraumflugzeugen des europäischen Herstellers. Mit einem Gesamtvolumen von rund zehn Milliarden US-Dollar (etwa 8,8 Milliarden Euro) handelt es sich um die größte Investition in der Geschichte von SAS.
Der Triebwerkshersteller Rolls-Royce erklärte zudem, dass der Auftrag 20 neue A330neo mit Trent-7000-Triebwerken sowie Optionen auf weitere zehn Maschinen umfasse.
Bis die neuen Flugzeuge ausgeliefert werden, will SAS ihre Flotte zusätzlich mit Airbus A330-300 verstärken. Diese Maschinen sollen die Übergangszeit überbrücken und die Kapazität sichern. Angaben zur endgültigen Zahl der Bestellungen, Optionen und Leasingflugzeuge machte die Fluggesellschaft bislang nicht.
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