Die Assistentin von US-Präsident Donald Trump, Natalie Harp, steht erneut im Mittelpunkt der amerikanischen Medien. Auslöser sind Äußerungen der New York Times-Korrespondentin Maggie Haberman sowie Berichte über persönliche Notizen, die Harp dem Präsidenten hinterlassen haben soll. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu Рeople.
Die 35-Jährige gehört seit Jahren zu den Mitarbeitern, die besonders häufig an Trumps Seite zu sehen sind. Neue Aufmerksamkeit erhielt ihre Rolle durch mehrere Ereignisse: einen TV-Auftritt Habermans, Berichte über einen Flug des Präsidenten aus der Türkei, Aussagen von Senator Jon Ossoff sowie Details aus einem Buch über Trumps zweite Amtszeit.
Haberman beschreibt Harp als eine Art „Trostdecke“
Bei einem Auftritt beim Sender MS NOW am 16. August sprach Maggie Haberman über jene Mitarbeiter, die Trump bei einem Flugzeugwechsel nach seiner Reise in die Türkei begleitet hatten.
Medienberichten zufolge befanden sich Natalie Harp, der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses Dan Scavino und Trump-Mitarbeiter Walt Nauta mit dem Präsidenten an Bord.
Haberman erklärte Harps Anwesenheit damit, dass sie für Trump eine Person sei, die ihm ein vertrautes Umfeld und ein Gefühl von Sicherheit vermittle. Dabei verwendete die Journalistin den englischen Begriff binky, der unter anderem für einen Schnuller oder einen beruhigenden Gegenstand verwendet wird. Anschließend verglich sie Harps Rolle mit einer „Trostdecke“.
Nach Habermans Einschätzung erfüllt Walt Nauta für Trump teilweise eine ähnliche Funktion.
Harp und Scavino spielen wichtige Rolle bei Trumps Informationsfluss
Als weiteren möglichen Grund für die Anwesenheit von Natalie Harp und Dan Scavino nannte Haberman deren Bedeutung für Trumps Informationsversorgung und seine Aktivitäten in sozialen Netzwerken.
Scavino arbeitet seit Jahrzehnten mit Trump zusammen. Seine Verbindung zu ihm reicht bis in die Zeit vor Trumps politischer Karriere zurück. Später übernahm er wichtige Funktionen im Wahlkampf und im Weißen Haus.
Auch Harp gilt als zentrale Mitarbeiterin für die Weitergabe von Informationen an Trump. Bereits während des Präsidentschaftswahlkampfs 2024 berichteten Journalisten, Kollegen hätten sie als „menschlichen Drucker“ bezeichnet.
Der Hintergrund: Harp soll Trump regelmäßig mit einem tragbaren Drucker begleitet und aktuelle Informationen für ihn ausgedruckt haben.
Buch berichtet über persönliche Notizen von Natalie Harp
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Verhältnis zwischen Trump und seiner Mitarbeiterin durch ein Buch von Maggie Haberman und Jonathan Swan über die zweite Amtszeit des Präsidenten.
Die Autoren berichten, Harp habe Trump persönliche Notizen an Orten hinterlassen, die zu seinem privaten oder besonders geschützten Umfeld gehörten.
In einer dieser Mitteilungen soll Harp geschrieben haben: „Du bist alles, was mir wichtig ist.“
Die Passage sorgte für zahlreiche Medienberichte und verstärkte die Diskussion darüber, wie eng Harp mit dem Präsidenten zusammenarbeitet.
Öffentlich vorgelegte Belege dafür, dass die Beziehung zwischen Trump und Harp über ein berufliches Verhältnis hinausgeht, gibt es allerdings nicht.
Weißes Haus weist Habermans Aussagen zurück
Das Weiße Haus reagierte scharf auf die Äußerungen der Journalistin.
Sprecher Davis Ingle warf Haberman vor, sich übermäßig mit Trump zu beschäftigen und wiederholt psychologische Interpretationen über den Präsidenten abzugeben.
Aus Sicht des Weißen Hauses erfüllen die Mitarbeiter der Regierung ihre beruflichen Aufgaben. Spekulationen über persönliche Beziehungen zwischen Trump und Mitgliedern seines Teams wurden zurückgewiesen.
Senator Jon Ossoff greift das Thema im Wahlkampf auf
Auch der demokratische Senator Jon Ossoff aus Georgia griff Natalie Harp bei einer Wahlkampfveranstaltung auf.
Bei seiner Kritik an Trump erwähnte Ossoff den Präsidenten und Harp im Zusammenhang mit dessen Reisen und seiner Amtsführung. Seine Aussagen wurden ebenfalls als Anspielung auf die besondere Nähe zwischen Trump und seiner Mitarbeiterin verstanden.
Darauf reagierte der Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses, Steven Cheung.
Cheung warf Ossoff vor, Mitarbeiter der Regierung anzugreifen, die ihrem Land dienten. Auf die Frage nach dem konkreten Verhältnis zwischen Trump und Harp ging er jedoch nicht ein.
Wer ist Natalie Harp?
Natalie Harp ist 35 Jahre alt und gehört zum engsten Arbeitsumfeld von Donald Trump. Sie begleitet den Präsidenten regelmäßig bei offiziellen Terminen, Reisen und öffentlichen Auftritten.
Zu ihren Aufgaben gehört Berichten zufolge die Aufbereitung von Informationen für Trump. Außerdem soll sie an der Vorbereitung von Materialien sowie an seinen Aktivitäten in sozialen Netzwerken beteiligt sein.
Bereits während des Wahlkampfs 2024 fiel auf, dass Harp häufig unmittelbar in Trumps Nähe arbeitete und ihn laufend mit neuen Informationen und ausgedruckten Dokumenten versorgte.
Auch nach Trumps Rückkehr ins Weiße Haus blieb sie eine wichtige Mitarbeiterin seines persönlichen Teams.
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