Startseite TechnologieApple bereitet iOS 27 und Siri AI vor: Starttermin, unterstützte iPhones sowie neue Funktionen für Kamera, Safari, Fotos, Passwörter und Kinderschutz.

Apple bereitet iOS 27 und Siri AI vor: Starttermin, unterstützte iPhones sowie neue Funktionen für Kamera, Safari, Fotos, Passwörter und Kinderschutz.

von Johanna Richter
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Apple bereitet iOS 27 und Siri AI vor: Starttermin, unterstützte iPhones sowie neue Funktionen für Kamera, Safari, Fotos, Passwörter und Kinderschutz.

Apple steht kurz vor der Veröffentlichung von iOS 27, dem nächsten großen Betriebssystem-Update für das iPhone. Das Unternehmen verteilt bereits Testversionen an Entwickler und Teilnehmer des öffentlichen Beta-Programms, sodass der Funktionsumfang weitgehend feststeht. Die wichtigste Neuerung wird Siri AI sein. Die überarbeitete Assistenz soll allerdings erst nach dem eigentlichen Betriebssystem-Update erscheinen und zunächst ausschließlich auf Englisch verfügbar sein. Gleichzeitig aktualisiert Apple unter anderem Fotos, Safari, Passwörter, Kamera, Kindersicherung und das Systemdesign.

Wann erscheint iOS 27?

Apple teilt offiziell mit, dass iOS 27 im Herbst 2026 veröffentlicht wird, nennt bislang aber keinen konkreten Termin. Erwartet wird die stabile Version im September – kurz nach der Präsentation der neuen iPhone-Generation.

Bis Ende August hatte das Unternehmen die siebte Entwickler-Beta und die fünfte öffentliche Beta von iOS 27 bereitgestellt. In dieser Entwicklungsphase konzentriert sich Apple üblicherweise auf Fehlerbehebungen, einen geringeren Energieverbrauch und eine höhere Systemstabilität. Größere, bislang unangekündigte Funktionen sind daher kaum noch zu erwarten.

Die Installation einer Testversion auf dem hauptsächlich genutzten Smartphone ist nicht erforderlich. Beta-Versionen können Fehler enthalten, eine stärkere Erwärmung oder einen höheren Akkuverbrauch verursachen und zu Problemen mit Banking-Apps sowie anderen Anwendungen führen.

Siri AI erscheint später als iOS 27

Die neue Siri AI basiert auf der nächsten Generation von Apple Intelligence. Die Assistenz soll längere Dialoge führen, Rückfragen verstehen und Informationen aus Bildschirminhalten, E-Mails, Nachrichten, Notizen und Fotos berücksichtigen können.

Nutzer sollen Siri beispielsweise bitten können, eine Restaurantempfehlung aus einer früheren Nachricht zu finden, eine Buchungsnummer aus einer alten E-Mail anzuzeigen oder Fotos von einer bestimmten Reise herauszusuchen. Die Assistenz erhält zudem Zugriff auf aktuelle Informationen aus dem Internet und kann Aktionen in System- und Drittanbieter-Apps ausführen. Nach Angaben von Apple soll Siri AI später im Jahr 2026 zunächst als Beta-Version erscheinen.

Mit iOS 27 wird außerdem eine separate Siri-App eingeführt. Dort werden frühere Dialoge, angeheftete Unterhaltungen und der Verlauf von Anfragen gespeichert. Die Daten sollen über iCloud zwischen kompatiblen Apple-Geräten synchronisiert werden.

Was die neue Siri können soll

Siri AI wird tiefer in das iPhone-System integriert. Zu den angekündigten Funktionen gehören:

  • Suche in Nachrichten, E-Mails, Fotos und Notizen;
  • Ausführung von Aktionen in Nachrichten, Musik, Erinnerungen und weiteren Apps;
  • Erstellung vollständiger E-Mails und anderer Texte;
  • Bearbeitung und Versand von Fotos;
  • Analyse der auf dem Bildschirm angezeigten Inhalte;
  • Beantwortung von Fragen mithilfe aktueller Internetinformationen;
  • Anpassung von Tempo, Ausdruck und weiteren Stimmeigenschaften;
  • Fortsetzung einer Unterhaltung auf einem anderen Apple-Gerät.

Mit „Write with Siri“ kann die KI neue Textentwürfe erstellen oder Verbesserungsvorschläge liefern. In Mail und Nachrichten soll sich das System an den üblichen Schreibstil, die Zeichensetzung und den Ton des Nutzers anpassen können.

Siri AI wird direkt in die Kamera integriert

In der Kamera-App wird ein spezieller Siri-Modus verfügbar sein, der mit Visual Intelligence verbunden ist. Nutzer können die Kamera auf einen Gegenstand, eine Pflanze, ein Gericht oder ein Objekt im öffentlichen Raum richten und unmittelbar Informationen dazu anfordern.

Die Assistenz soll erkennen, was sich im Bild befindet, Fragen beantworten und passende Aktionen anbieten. Das System könnte beispielsweise ein Gericht identifizieren und allgemeine Angaben zu den Zutaten anzeigen oder einen erkannten Gegenstand für eine weiterführende Suche verwenden.

Diese Funktionen von iOS 27 sollte man zuerst ausprobieren

Neben Siri AI bringt das Update mehrere neue Werkzeuge für häufig genutzte Anwendungen.

Neue Möglichkeiten zur Fotobearbeitung

In Fotos wird die Funktion Spatial Reframing eingeführt, mit der sich die Komposition eines bereits aufgenommenen Bildes nachträglich verändern lässt. Das Werkzeug Extend kann Bildränder erweitern, während die verbesserte Clean-Up-Funktion auch größere störende Objekte entfernen soll. Image Playground erhält zusätzliche Stile und kann unter anderem fotorealistische Bilder anhand einer Beschreibung erzeugen.

Automatische Gruppierung von Tabs in Safari

Safari kann geöffnete Webseiten künftig automatisch nach Themen sortieren. Die Funktion „Notify Me“ überwacht ausgewählte Seiten auf Veränderungen und informiert beispielsweise über Preissenkungen oder darüber, dass ein Produkt wieder verfügbar ist.

Automatische Änderung unsicherer Passwörter

Die Passwörter-App warnt weiterhin vor schwachen oder kompromittierten Zugangsdaten. Bei unterstützten Webseiten soll iOS 27 die Kontoseite selbstständig öffnen und das unsichere Passwort ändern können.

Kurzbefehle per Texteingabe erstellen

Nutzer müssen Automatisierungen nicht mehr zwingend aus einzelnen Aktionen zusammensetzen. Stattdessen lässt sich der gewünschte Ablauf in Alltagssprache beschreiben. Die Kurzbefehle-App versucht anschließend, die benötigten Funktionen verschiedener Anwendungen miteinander zu verbinden.

Vorschläge in Mail und Nachrichten

Apple Intelligence kann den Kontext einer Unterhaltung analysieren und passende Aktionen anbieten. Das System kann beispielsweise vorschlagen, einen Termin in den Kalender einzutragen, eine Erinnerung anzulegen oder ein in der Unterhaltung erwähntes Foto zu suchen.

Call Context während eines Telefonats

Bei Anrufen bei Unternehmen kann das iPhone automatisch relevante Informationen aus anderen Anwendungen einblenden. Während eines Gesprächs mit einer Fluggesellschaft könnte das System beispielsweise eine Buchungsnummer oder einen Bestätigungscode aus Mail anzeigen.

iOS 27 soll das iPhone beschleunigen

Apple kündigt umfassende Systemoptimierungen für den App-Start, das Laden von Fotos, AirDrop und den Wechsel zwischen Netzwerken an. Nach Angaben des Unternehmens sollen Apps bis zu 30 Prozent schneller starten, neue Fotos in der Mediathek bis zu 70 Prozent schneller geladen und AirDrop-Übertragungen bis zu 80 Prozent schneller abgeschlossen werden. Der tatsächliche Leistungsgewinn hängt vom jeweiligen iPhone-Modell, dem Zustand des Akkus und den verwendeten Apps ab. Die Neuerungen sind auf der offiziellen iOS-27-Seite aufgeführt.

Apple überarbeitet außerdem die Liquid-Glass-Oberfläche. Der Kontrast soll verbessert, App-Symbole sollen detaillierter dargestellt und die Transparenz des Designs über einen Regler angepasst werden können. Die Suche in Mail erhält eine neue Ergebnisgewichtung. Zudem soll das iPhone flüssiger zwischen WLAN und Mobilfunk wechseln.

Apple erweitert die Kindersicherung

Bei der Einrichtung eines Kinderkontos können Eltern festlegen, welche System-Apps verwendet werden dürfen. Mit „Ask to Browse“ müssen Kinder zunächst eine Genehmigung anfordern, bevor sie eine neue Webseite öffnen können.

Communication Safety soll künftig nicht nur vor sexuell eindeutigen Inhalten warnen, sondern auch auf Gewaltdarstellungen in Bildern, Videos und FaceTime reagieren. Eltern können außerdem separate Zeitlimits für Spiele, soziale Netzwerke und Unterhaltungs-Apps festlegen. Mithilfe von Zeitplänen lässt sich bestimmen, welche Anwendungen zu bestimmten Tageszeiten oder an einzelnen Wochentagen verfügbar sind.

Welche iPhones erhalten iOS 27?

Das Systemupdate wird für das iPhone 11 und neuere Modelle angeboten. Dazu gehören die Baureihen iPhone 12 bis iPhone 17, das iPhone Air sowie das iPhone SE der zweiten Generation und neuere SE-Modelle.

Für Siri AI gelten strengere technische Voraussetzungen. Die neuen KI-Funktionen wurden für folgende Geräte angekündigt:

  • alle Modelle ab dem iPhone 16;
  • iPhone 15 Pro;
  • iPhone 15 Pro Max.

Einige ältere Smartphones erhalten somit zwar iOS 27, bleiben aber ohne Siri AI und bestimmte Funktionen von Apple Intelligence.

Wo Siri AI zum Start nicht verfügbar sein wird

Siri AI wird zunächst auf Englisch veröffentlicht. Apple will die Sprachunterstützung schrittweise erweitern, hat dafür bislang jedoch keinen konkreten Zeitplan genannt.

Das Unternehmen hat außerdem angekündigt, dass Siri AI in den Ländern der Europäischen Union nicht gleichzeitig mit iOS 27 auf dem iPhone und iPad starten wird. Apple begründet die Verzögerung mit den Vorgaben des Digital Markets Act. Auf dem Mac und der Apple Vision Pro soll die Assistenz in der EU bei Verwendung einer unterstützten Sprache verfügbar sein. Ein Termin für den Start von Siri AI auf iPhone und iPad in der EU steht noch nicht fest.

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