Die Produktion des kommenden Apple-Flaggschiffs könnte im Vergleich zur aktuellen Generation deutlich teurer werden. Einer Analyse des Marktforschungsunternehmens Counterpoint Research zufolge dürften vor allem steigende Speicherpreise und der neue A20-Pro-Prozessor im 2-Nanometer-Verfahren die Herstellungskosten des iPhone 18 Pro Max erhöhen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu golem.
Für die Variante mit einem Terabyte Speicher rechnen die Analysten mit einem Anstieg der Komponentenkosten um fast 300 US-Dollar gegenüber einer vergleichbaren Konfiguration des iPhone 17 Pro Max. Als wichtigste Ursachen gelten der teurere Flash-Speicher und die höheren Kosten für die Fertigung des neuen Prozessors.
Speicher wird zum teuersten Bauteil
Nach Einschätzung von Counterpoint Research dürfte der NAND-Flash-Speicher bei der Topversion den größten Kostenfaktor darstellen. Allein das Speichermodul könnte mehr als 250 US-Dollar kosten. Das entspräche ungefähr der Hälfte der geschätzten gesamten Komponentenkosten eines iPhone 17 Pro Max.
Zusätzlichen Preisdruck gibt es auch bei Arbeitsspeicher. Analysten verweisen auf die anhaltende Knappheit bei DRAM-Chips. Ein großer Teil der weltweiten Produktionskapazitäten wird derzeit für Speicherkomponenten genutzt, die in Rechenzentren und Systemen für künstliche Intelligenz eingesetzt werden. Dadurch bleibt das Angebot für Smartphone-Hersteller begrenzt, was weitere Preissteigerungen begünstigt.
Diese Entwicklung betrifft nicht nur Apple. Höhere Speicherpreise wirken sich auf den gesamten Smartphone-Markt aus und könnten auch die Herstellungskosten anderer Anbieter erhöhen.
Neuer A20-Pro-Chip treibt die Kosten zusätzlich
Als zweitwichtigsten Kostentreiber nennen die Experten den erwarteten Apple-Prozessor A20 Pro. Branchenberichten zufolge könnte Apple bei dessen Fertigung erstmals das N2-Verfahren des taiwanischen Chipproduzenten TSMC einsetzen.
Der Wechsel vom 3-Nanometer- auf den 2-Nanometer-Prozess ist technisch aufwendiger und geht üblicherweise mit höheren Preisen für Siliziumwafer einher. Zudem ist die Ausbeute funktionsfähiger Chips zu Beginn einer neuen Fertigungstechnologie häufig geringer. Dadurch steigen die Kosten pro Prozessor zusätzlich.
Sollte Apple den neuen Prozess bereits bei der iPhone-18-Pro-Reihe einsetzen, dürfte die Herstellung des Chips teurer ausfallen als bei der aktuellen Generation.
Einige Komponenten könnten günstiger werden
Trotz des erwarteten Kostenanstiegs könnten einzelne Bauteile preiswerter werden. Counterpoint Research rechnet damit, dass die Kosten für das Display und einige weitere Komponenten im Vergleich zum iPhone 17 Pro Max sinken könnten.
Diese Einsparungen würden einen Teil der zusätzlichen Ausgaben für Speicher und Prozessor ausgleichen. Vollständig kompensieren dürften sie den Anstieg allerdings nicht.
Gleichzeitig erwarten die Analysten einen leichten Preisanstieg bei den Kameramodulen. Als möglicher Grund gilt eine geplante Hauptkamera mit variabler Blende. Apple hat entsprechende Berichte bislang nicht bestätigt.
Auswirkungen auf den Verkaufspreis bleiben offen
Höhere Komponentenkosten führen nicht automatisch zu einem höheren Verkaufspreis. Apple könnte einen Teil der zusätzlichen Ausgaben selbst tragen, die Ausstattung einzelner Modelle anpassen oder die Preise je nach Speicherkapazität unterschiedlich stark erhöhen.
Nach Einschätzung von Counterpoint Research dürften vor allem Varianten mit besonders großem Speicher von den steigenden Kosten betroffen sein. Die Vorstellung des iPhone 18 Pro und des iPhone 18 Pro Max wird wie üblich für den Herbst 2026 erwartet.
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