Startseite WirtschaftSachsen startet 2027 eine vergütete, 18-monatige Pflegeassistenzausbildung mit Praxiseinsätzen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Sachsen startet 2027 eine vergütete, 18-monatige Pflegeassistenzausbildung mit Praxiseinsätzen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

von Johanna Richter
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Sachsen startet 2027 eine vergütete, 18-monatige Pflegeassistenzausbildung mit Praxiseinsätzen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen.

Sachsen bereitet die Einführung einer einheitlichen Berufsausbildung für Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten vor. Das neue Modell soll den Einstieg in den Beruf erleichtern und zusätzliche Arbeitskräfte für das Gesundheitswesen und die Altenpflege gewinnen. Der Ausbildungsbeginn ist für den 1. März 2027 vorgesehen. Dies berichtet die Webseite das-unternehmer-wissen mit einem Link zu tagesschau.

Gesundheitsministerin Petra Köpping hat einen entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt. Damit soll eine bundesgesetzliche Regelung auf Landesebene umgesetzt werden. Über die Vorlage muss nun der Sächsische Landtag abstimmen.

So soll die Pflegeassistenzausbildung ablaufen

Die Ausbildung wird 18 Monate dauern und theoretischen Unterricht mit verpflichtenden Praxiseinsätzen in zwei Bereichen verbinden:

  • in Krankenhäusern;
  • in Pflegeheimen und anderen Einrichtungen der Langzeitpflege.

Durch die Einsätze in unterschiedlichen Einrichtungen sollen die Auszubildenden sowohl die Versorgung von Krankenhauspatienten als auch die Betreuung dauerhaft pflegebedürftiger Menschen kennenlernen. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten sie einen standardisierten Berufsabschluss.

Pflegeassistenten unterstützen Patienten und Pflegebedürftige im Alltag und übernehmen grundlegende pflegerische Aufgaben. Dadurch können sich examinierte Pflegefachkräfte stärker auf Tätigkeiten konzentrieren, für die eine umfassendere Qualifikation erforderlich ist.

Auszubildende erhalten eine Vergütung

Ein zentraler Bestandteil des neuen Programms ist die verpflichtende Ausbildungsvergütung. Ihre genaue Höhe steht bislang noch nicht fest.

Nach den derzeitigen tariflichen Richtwerten für Auszubildende in Pflegeberufen könnte die monatliche Vergütung zwischen rund 1.400 und 1.600 Euro brutto liegen. Der konkrete Betrag wird vom geltenden Tarifvertrag, vom Ausbildungsbetrieb und von den jeweiligen Ausbildungsbedingungen abhängen.

Wen Sachsen für den Pflegeberuf gewinnen will

Das neue Ausbildungsmodell richtet sich insbesondere an Menschen, die eine dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann nicht absolvieren können oder möchten. Der kürzere Weg zum Berufsabschluss soll ihnen den Zugang zu einer Beschäftigung in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ermöglichen.

Nach Angaben von Petra Köpping steigt der Personalbedarf parallel zur Zahl der Menschen, die dauerhaft auf Unterstützung angewiesen sind. Die einheitliche Ausbildung soll deshalb neue Bewerbergruppen ansprechen und klare Anforderungen für den Beruf der Pflegeassistenz schaffen.

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